Sie sind hier: Home > Regional > Kiel >

Genügend Unterschriften für windkraftkritische Initiative

Kiel  

Genügend Unterschriften für windkraftkritische Initiative

19.10.2020, 16:43 Uhr | dpa

Genügend Unterschriften für windkraftkritische Initiative. Piraten-Politiker Patrick Breyer

Patrick Breyer, Politiker der Piraten-Partei im Landtag. Foto: picture alliance / Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Eine 2017 gestartete Volksinitiative für ein verbrieftes Mitbestimmungsrecht der Bürger bei neuen Windparks hat im ersten Schritt doch ausreichend Unterschriften gesammelt. Das Innenministerium in Kiel bestätigte am Montag Angaben der Volksinitiative. Diese sammelte demnach 20 204 gültige Unterschriften. 20 000 sind erforderlich, damit sich der Landtag mit dem Anliegen einer Volksinitiative befassen muss.

Auf eine Klage der Volksinitiative hin habe das Innenministerium seine frühere Feststellung korrigiert und nachträglich 526 Unterschriften als gültig anerkannt, teilte der Piraten-Politiker Patrick Breyer mit. Der heutige Europa-Parlamentarier hatte die Volksinitiative noch als Landtagsabgeordneter mit auf den Weg gebracht.

"Unsere aufwändige Nachprüfung hat hundertfache Schlamperei und Fehler von Innenministerium und Kommunen bei der Unterschriftenauszählung ergeben", erklärte Breyer. So seien 648 Unterschriften gar nicht geprüft worden, bei 679 habe der vorgeschriebene Prüfungsvermerk gefehlt und bei 259 sei keine Begründung für die Ablehnung angegeben worden.

Nächste Station für die Volksinitiative sei das Landesverfassungsgericht, hieß es weiter. Sie hatte dort beantragt, die Verfassungsmäßigkeit ihres Gesetzentwurfes zur Mitbestimmung an der Windenergieplanung festzustellen. Das Ziel der Initiative besteht darin, dass die Landesplanung keine Windparkflächen in Orten ausweist, wo es dazu ablehnende Voten des Gemeinderates oder entsprechende Bürgerentscheide gibt.

Ein Landtagssprecher hatte 2018 erklärt, das Parlament habe die Initiative nicht nur wegen fehlender Unterschriften für unzulässig erklärt, sondern auch aus inhaltlichen Gründen. Deshalb gingen die Vertreter der Volksinitiative vor das Verfassungsgericht.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal