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Corona-Maßnahmen: Kieler zeigen begrenzt Verständnis

Verschärfung der Corona-Maßnahmen  

Kieler zeigen begrenzt Verständnis

28.10.2020, 19:37 Uhr
Corona-Maßnahmen: Kieler zeigen begrenzt Verständnis . Kieler Förde (Symbolbild): Auch in der Fördestadt treten die bundesweit beschlossenen Corona-Maßnahmen in Kraft. (Quelle: imago images/penofoto)

Kieler Förde (Symbolbild): Auch in der Fördestadt treten die bundesweit beschlossenen Corona-Maßnahmen in Kraft. (Quelle: penofoto/imago images)

Die bundesweit beschlossenen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus gelten auch in Kiel. Für einige Bürger sind die neuen Regelungen nachvollziehbar, andere äußern Kritik.

Wie zu erwarten war, wurden bundesweit drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. So gelten auch in Kiel Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und ein weitgehender Shutdown aller kulturellen Einrichtungen sowie von Gastronomie und Hobbysport. t-online hat sich auf der Straße umgehört, was die Kieler von den beschlossenen Einschränkungen halten.

 (Quelle: Sven Raschke) (Quelle: Sven Raschke)

Berkant Yazan, 19:

„Ich finde, man sollte alle öffentlichen Einrichtungen weiterhin öffnen dürfen, solange der Abstand eingehalten wird. Aber die Beschränkung auf das Zusammenkommen von 10 Personen finde ich in Ordnung. Das schränkt die meisten ja gar nicht zu sehr ein.“

 (Quelle: Sven Raschke) (Quelle: Sven Raschke)

Neele Jäger, 35:

„Ich halte es nicht für sinnvoll, die Restaurants, Kinos und so weiter dichtzumachen. Wenn ich das richtig verstehe, sind das nicht die Ansteckungsherde. Die Kontaktbeschränkungen halte ich aber für sinnvoll.“

 (Quelle: Sven Raschke) (Quelle: Sven Raschke)

Tim Vogelsang, 36:

„Das ist im Grunde sinnvoll. Angesichts der Situation muss man irgendwas machen. Was der Weisheit letzter Schluss ist, kann ich aber auch nicht sagen. Es heißt ja, dass vor allem im privaten Bereich die meisten Ansteckungen erfolgen. Dass Schulen und Kitas offenbleiben, halte ich deshalb für gut. Auf Schwimmbad, Kino und Partys kann ich zur Not verzichten. Desto schneller haben wir es irgendwann hinter uns.“

 (Quelle: Sven Raschke) (Quelle: Sven Raschke)

Liza Golubeva, 24:

„Ich komme aus Russland und bin seit einem Jahr in Deutschland – und ich bin froh, jetzt hier zu sein. Hier wird das Problem ernst genommen. Ich glaube, wir sind alle super müde. Wir wollen rausgehen und uns mit anderen treffen. Aber es wird eben versucht, alle Menschen zu schützen. Ich bin bei der Uni angestellt und kann von zuhause arbeiten. Aber für Leute, die in Restaurants arbeiten, ist es natürlich schwierig.“

 (Quelle: Sven Raschke) (Quelle: Sven Raschke)

David Badajew, 24:

„Ich habe erst geglaubt, Corona ist wie eine ganz normale Grippe, und dass das alles Panikmache ist. Aber meine Verlobte und meine Schwiegermutter haben seit einer Woche Corona. Seitdem nehme ich es ernster. Die Maßnahmen kann ich verstehen und finde ich an sich nicht schlecht. Es ist gut, dass es kein kompletter Lockdown ist. Aber der kommt bestimmt Anfang nächsten Jahres.“

 (Quelle: Sven Raschke) (Quelle: Sven Raschke)

Marco Hinz, 50:

„Eigentlich finde ich es sehr gut. Es sind natürlich sehr harte Maßnahmen, aber ich denke, den Umständen entsprechend ist es angebracht. Die Frage ist, ob das auch die beste Lösung ist. Vielleicht könnte man für Restaurants, Kultur und Geschäfte bessere Lösungen finden, damit die nicht komplett schließen müssen.“

 (Quelle: Sven Raschke) (Quelle: Sven Raschke)

Milena Hansen, 27, und Jolina Hansen, 24 (Schwägerinnen):

„Das mit den Restaurants und der Kultur finden wir ganz schlimm. Das geht zu weit. Da stehen Existenzen auf dem Spiel. Da geht alles den Bach runter. Wenigstens bleiben die Schulen und Kitas geöffnet. Das mit der Begrenzung auf zehn Personen finden wir nicht so schlimm. Dass allerdings der Amateursport wieder eingestellt wird, ist auch sehr schade.“

Wie überall in Deutschland gilt auch in Kiel ab dem 2. November bis Ende des Monats: In der Öffentlichkeit dürfen nur noch Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gemeinsam zusammenkommen.
Gastronomiebetriebe müssen schließen, Lieferungen sowie Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause sind weiterhin erlaubt, auch dürfen Kantinen offen bleiben.
Profisport soll nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, sind untersagt. Das betrifft etwa Theater, Opern, Kinos oder Konzerthäuser. Auch Freizeit- und Amateursportbetrieb fällt unter die Bestimmung.
Schulen und Kitas sollen offen bleiben, genauso wie Groß- und Einzelhandel, hier allerdings mit Beschränkungen der Kundenzahlen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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