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Kiel: Werft übergibt neues Kriegsschiff an Israels Marine

Korvette "INS Magen"  

Kieler Werft übergibt neues Kriegsschiff an Israels Marine

11.11.2020, 15:20 Uhr | dpa

Kiel: Werft übergibt neues Kriegsschiff an Israels Marine. Blick auf die Hafenanlage an der Förde (Symbolbild): Die Kieler Werft hat ein Kriegsschiff an die israelische Marine übergeben. (Quelle: dpa/Carsten Rehder)

Blick auf die Hafenanlage an der Förde (Symbolbild): Die Kieler Werft hat ein Kriegsschiff an die israelische Marine übergeben. (Quelle: Carsten Rehder/dpa)

Es ist das erste von insgesamt vier Kriegsschiffen, das die Kieler Werft für Israel fertigt. Die feierliche Übergabe fiel wegen der Corona-Pandemie klein aus.

Israels Marine hat am Mittwoch ein neues Kriegsschiff auf der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) offiziell in ihren Besitz übernommen. "Wir sind sehr stolz darauf, zur Sicherheit Israels beizutragen", sagte TKMS-Chef Rolf Wirtz. Wegen der Corona-Pandemie fiel die Übergabe-Zeremonie für die Korvette "INS Magen" aus der Sa'ar-6-Klasse entsprechend klein aus. Das Schiff wurde im Februar 2018 auf Kiel gelegt.

Israel hat bei der Kieler Werft insgesamt vier Korvetten von dem Typ bestellt. Sie entstehen in Zusammenarbeit von TKMS mit der Werft German Naval Yards. Der Vertrag für die Schiffe war im Mai 2015 unterzeichnet worden. Die restlichen Schiffe sollen 2021 ausgeliefert werden. Die Bewaffnung soll in Israel erfolgen.

Einsatz im Mittelmeer

Die Korvetten mit Tarnkappentechnik sind 90 Meter lang und 13 Meter breit. Sie haben eine Verdrängung von 1.900 Tonnen. An Bord werden etwa 80 Besatzungsmitglieder im Einsatz sein. Israel will mit den Schiffen vor allem Gas-Förderplattformen im Mittelmeer schützen. Rund 70 Prozent des Stroms in Israel wird aus Gas von Feldern vor der Küste gewonnen.

Deutsche Rüstungslieferungen nach Israel sind wegen des Nahost-Konflikts umstritten. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte den Export der vier Patrouillen-Korvetten mit der besonderen Verantwortung Deutschlands für Israel begründet. Die Bundesregierung finanziert nach früheren Angaben des Verteidigungsministeriums mit 115 Millionen Euro etwa ein Drittel des Geschäfts.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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