Sie sind hier: Home > Regional > Kiel >

Wirtschaft im Norden beharrt auf Weiterbau der Autobahn 20

Kiel  

Wirtschaft im Norden beharrt auf Weiterbau der Autobahn 20

13.01.2021, 17:53 Uhr | dpa

Wirtschaft im Norden beharrt auf Weiterbau der Autobahn 20. IHK

Ein Schild weist auf die Industrie- und Handelskammer hin. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die IHK Schleswig-Holstein hält den Weiterbau der Autobahn 20 nach wie vor für sinnvoll. Sie bleibe eines der zentralen Infrastrukturprojekte in Norddeutschland und sei mehr als nur eine Autobahn, erklärte Hauptgeschäftsführer Björn Ipsen am Mittwoch. Die A20 allein auf die Kosten der Infrastruktur zu reduzieren, greife aus Sicht der Wirtschaft zu kurz. Die IHK reagierte auf die Aussage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) vom Vortag, wonach der Weiterbau der A20 in Schleswig-Holstein und Niedersachsen so teuer werde, dass er nicht mehr wirtschaftlich wäre.

Bei einer Neukalkulation der Kosten muss laut IHK zwingend auch der Nutzen neu bewertet werden. Das sei in der BUND-Studie offenbar nicht geschehen. "Für Niedersachsen, Schleswig-Holstein und die Unterelberegion ist die A20 eine Zukunftsachse, die viele Chancen bietet", erläuterte Ipsen. "Sie erhöht die Attraktivität der Region für Fachkräfte durch sinkende Pendelzeiten, verkürzt Transportwege und stärkt den Tourismus durch bessere Erreichbarkeit." Außerdem fördere die Autobahn den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern über die Grenzen hinweg - bis nach Skandinavien, ins Baltikum und die Niederlande.

Die Zahlen im BUND-Gutachten entsprechen laut IHK zudem nicht denen, die der Bund seinen Planungen zugrunde lege. Kostensteigerungen seien bei Großprojekten angesichts langer Planung und hoher Umweltauflagen, die Forderungen des BUND entsprächen, nicht immer zu vermeiden. Auch müssten länderübergreifende Vorteile für Menschen, Wirtschaft, Umwelt und die regionale Entwicklung berücksichtigt werden. Das sei in der BUND-Studie nicht geschehen. Der Studie zufolge könnten die Gesamtkosten für den Neubau von 3,7 Milliarden auf mindestens 7 Milliarden Euro steigen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal