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Kiel: Ralf Stegner fordert kostenlose Taxifahrten zu Corona-Impfterminen

Für ältere Bürger  

SPD fordert kostenlose Taxifahrten zu Corona-Impfterminen

03.02.2021, 16:29 Uhr | dpa

Kiel: Ralf Stegner fordert kostenlose Taxifahrten zu Corona-Impfterminen. Ralf Stegner, Fraktionschef der SPD Schleswig-Holstein (Archivbild): Er fordert kostenlose Masken und Taxifahrten zu den Impfzentren für ältere Bürger. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)

Ralf Stegner, Fraktionschef der SPD Schleswig-Holstein (Archivbild): Er fordert kostenlose Masken und Taxifahrten zu den Impfzentren für ältere Bürger. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Die SPD in Schleswig-Holstein hat einige Forderungen im Umgang mit den Corona-Impfungen gestellt. Mehrere Millionen Euro sollen dafür bereitgestellt werden.

Bei den anstehenden Haushaltsberatungen will die SPD zum Schutz vor der Corona-Pandemie sechs kostenlose FFP2-Masken für alle Schleswig-Holsteiner zwischen sechs und 60 Jahren durchsetzen. "Da sollte sich die Regierung einen Ruck geben", sagte SPD-Fraktionschef Ralf Stegner am Mittwoch. "Das ist gut angelegtes Geld." In den Haushaltsvorschlägen der Fraktion sind dafür 11,5 Millionen Euro vorgesehen. Möglicherweise müsse nachgelegt werden. Der Druck auf die Regierung werde in diesem Punkt größer, wenn die Impfungen wie erwartet mindestens bis in den Sommer andauern.

Zwar seien die Masken derzeit teilweise günstig zu kaufen, sagte Stegner. "Unmittelbar darf es aber nicht sein, dass Menschen keine Masken haben." Diese würden akut gebraucht. "Den mutierten Virus haben wir jetzt." Wenn man Masken nur an bedürftige Menschen verteilen wolle, seien letztlich komplizierte Verfahren nötig, die lange Zeit dauern. Es sei aber nötig, die Zahl der Neuinfektionen schnell zu senken.

Haushaltsanträge überschreiten 100 Millionen Euro

Insgesamt belaufen sich die Haushaltsanträge auf 103,7 Millionen Euro. Für den Großteil habe die SPD Änderungen an den Haushaltsplänen zur Gegenfinanzierung vorgenommen, sagte Fraktionsvize Beate Raudies. Beispielsweise sei bei den Vorsorge-Aufwendungen im Personalbereich "noch Luft drin". Die restlichen rund 31 Millionen Euro sollen aus dem Corona-Hilfspaket kommen. Der Landtag soll den Haushalt Ende des Monats verabschieden.

Beispielsweise fordert die Oppositionsfraktion neben den FFP2-Masken kostenlose Taxifahrten für Ältere zu Impfterminen (acht Millionen Euro), fünf Millionen Euro für Landgasthöfe, 27 Millionen Euro für die Sanierung von Radwegen und ein beitragsfreies Krippenjahr. Geld will die SPD zudem für präventive Hausbesuche bei Menschen über 75 Jahren, kulturelle Bildung und Volkshochschulen bereitstellen. "Ältere Menschen halten sich meist streng an die Vorgaben, sind zum Teil aber auch ganz schön einsam", sagte Raudies.

Niemand soll alleine sterben

Die Finanzpolitikerin schlug auch Fortbildungen für Pflegekräfte in den Altenheimen im Bereich Palliativpflege vor. Bei der ersten Corona-Welle seien viele Menschen in den Einrichtungen alleine gestorben. "Das darf es nicht wieder geben", sagte Raudies.

Weitere vier Millionen Euro will die Fraktion für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen und 250.000 Euro für eine Projektstudie. Bezahlbares Wohnen bleibe vor allem im Hamburger Rand ein großes Thema, sagte Stegner. "Denn der Markt regelt in der Regel nur den Bau von Luxuswohnungen. Das macht er prächtig."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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