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Corona setzt Fragezeichen hinter Veranstaltungen

Bad Segeberg  

Corona setzt Fragezeichen hinter Veranstaltungen

06.02.2021, 08:24 Uhr | dpa

Corona setzt Fragezeichen hinter Veranstaltungen. Musikfestival "Wacken"

Während eines Konzerts der schwedischen Melodic-Death-Metal-Band Amon Amarth wird auf dem Festivalgelände des Wacken Open Air ein Fan beim Crowd-Surfing auf Händen getragen. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Wird der "Ölprinz" sein schändliches Werk am Kalkberg vollführen? Kann die Kieler Woche Segelsport und Freizeitspaß bieten, werden die Bässe in Wacken wummern? Die Corona-Pandemie setzt weiterhin Fragezeichen hinter die Großveranstaltungen des Sommers in Schleswig-Holstein.

Die Organisatoren des Heavy-Metal-Festivals Wacken Open Air (WOA) äußerten sich zuletzt optimistisch, dass das Spektakel im Juli wieder veranstaltet werden kann. 2020 war das Festival mit seinen rund 75 000 Fans abgesagt und durch eine Online-Veranstaltung ersetzt worden. "Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für die kommende Ausgabe des WOA", hatte Veranstalter, Thomas Jensen, Ende Januar mitgeteilt.

Die Kalkberg GmbH in Bad Segeberg möchte den "Ölprinz" genau so auf die Freilichtbühne bringen, wie er bereits 2020 hätte aufgeführt werden sollen. In der zweiten Märzhälfte oder spätestens Anfang April müsse eine Entscheidung zum Start der Karl-May-Spiele getroffen werden, damit am 25. Juni Premiere gefeiert werden könne, teilte Geschäftsführerin Ute Thienel mit.

Das größte Risiko sei, dass dann die Produktionskosten von rund fünf Millionen Euro aktiviert würden. 200 000 Besucher seien nötig, um diese wieder einzuspielen. Das wären bei 73 Aufführungen im Durchschnitt 2700 Gäste. Was würde ein weiterer Ausfall der Saison bedeuten? Das Unternehmen müsste nach Thienels Angaben einen Verlust von 1,7 Millionen Euro verkraften. "Das würde uns sehr, sehr hart treffen, aber wir könnten diese Phase finanziell durchstehen." Thienel betonte, es seien Hygienekonzepte für alle Bereiche in Arbeit, darunter Bühne und Hinterbühne, Ein- und Ausgangsbereiche, Shops und Imbissstände.

Die Landeshauptstadt will im März entscheiden, wie die Kieler Woche in diesem Jahr aussehen kann. Der Hauptausschuss der Stadt will dazu am nächsten Mittwoch beraten, wie eine Sprecherin mitteilte. Geplant ist die Kieler Woche vom 19. bis zum 27. Juni. 2020 habe man mit digitalen Angeboten und dezentralen Veranstaltungen Erfahrungen gesammelt. "Unser Ziel für die Kieler Woche 2021 ist es nun, wieder näher an das Original heranzukommen", teilte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) vor wenigen Tagen mit.

Die Planung kann nach Einschätzung der Stadt umgesetzt werden, wenn Corona-Einschränkungen auf eine Höchstzahl von Gästen auf einer Fläche oder einer Verringerung des Angebots begrenzt sind. Der Beschlussvorlage zufolge will die Stadt auf ihren Flächen diesmal keine Mieten verlangen.

Die Veranstalter des Schleswig-Holstein Musik Festivals haben für diesen Sommer zwei Drittel der Konzerte im Freien geplant. "Wir haben ganz neue Spielstätten entdeckt, sagte Pressesprecherin Laura Hamdorf. Für die Konzerte in geschlossenen Räumen gelte eine Höchstzahl von 250 Zuhörern. Man sei optimistisch und freue sich auf Musik im Sommer. Aber: "Sicherheit hat absolute Priorität".

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