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Politikerinnen fordern mehr Frauen in Führungspositionen

Kiel  

Politikerinnen fordern mehr Frauen in Führungspositionen

05.03.2021, 16:09 Uhr | dpa

Politikerinnen fordern mehr Frauen in Führungspositionen. Serpil Midyatli

Die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli sitzt im Kieler Landtag. Foto: Frank Molter/dpa (Quelle: dpa)

Landespolitikerinnen aus Schleswig-Holstein haben zum Weltfrauentag am 8. März Rückschritte bei der Gleichstellung von Männern und Frauen kritisiert und mehr Frauen in Führungspositionen gefordert. Die Corona-Krise offenbare solche Rückschritte, sagte die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Homeschooling, fehlende Kinderbetreuung und mehr häusliche Gewalt belasteten vor allem Frauen. "Sie sind die Verliererinnen der Pandemie."

Der Frauenanteil an Führungsfunktionen der Verwaltungen im Land sei mit 20 bis 30 Prozent viel zu niedrig, sagte Midyatli. "Appelle helfen kaum. Deshalb wollen wir ein Mentoring-Programm für mehr Frauen an der Spitze." Dies werde Teil des Landtagswahlprogramms.

In einem neuen Beschluss des SPD-Landesvorstandes zur Gleichstellung heißt es: "Wir wollen das bestehende Lohngefälle zwischen Frauen und Männern überwinden und setzen uns auf Bundesebene für mehr Allgemeinverbindlichkeit bei Tarifverträgen, insbesondere in den Sozial-, Gesundheits- und Dienstleistungsberufen ein". Zu den Zielen gehört auch ein Gesetz zur Parität in allen politischen Gremien.

Die Gleichberechtigung sei noch lange nicht erreicht, sagte CDU-Landtagsfraktionsvize Katja Rathje-Hoffmann. In der Corona-Krise sei das schon eingestaubte Rollenbild der Frau wieder verstärkt worden. Es mangle nicht an kompetenten Frauen für Führungspositionen, sagte FDP-Fraktionsvize Anita Klahn. Eingefahrene Strukturen erschwerten es, Führungsaufgaben und Familie zu vereinbaren. In der Pandemie träten vor allem Mütter beruflich zurück.

Der Sozialverband forderte von der Politik ein Konzept, mit dem Schulen und Kitas dauerhaft und verlässlich offen bleiben. In anderen Ländern werde jedes Kind zweimal in der Woche kostenlos auf Corona getestet. Das müsse auch hier möglich sein.

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