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Kiel: Kriminalität in Schleswig-Holstein auf niedrigstem Stand seit 1977

Historischer Rekord  

Kriminalität im Norden auf niedrigstem Stand seit 1977

18.03.2021, 12:29 Uhr | dpa

Kiel: Kriminalität in Schleswig-Holstein auf niedrigstem Stand seit 1977. Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Inneres, ländliche Räume und Integration in Schleswig-Holstein (Archivbild): Die Kriminalität in Schleswig-Holstein ist auf dem niedrigsten Stand seit 1977. (Quelle: dpa/Frank Molter)

Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Inneres, ländliche Räume und Integration in Schleswig-Holstein (Archivbild): Die Kriminalität in Schleswig-Holstein ist auf dem niedrigsten Stand seit 1977. (Quelle: Frank Molter/dpa)

Die Kriminalität in Schleswig-Holstein hat ein historisches Tief erreicht. In einem Bereich sei allerdings ein deutlicher Anstieg zu erkennen, der auch mit der Corona-Pandemie zusammenhängt.

Die Zahl der registrierten Straftaten in Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Sie lag mit 173.929 Fällen auf dem niedrigsten Stand seit 1977, wie Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) am Donnerstag bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2020 bekanntgab. Im Vergleich zu 2019 sank die Zahl der Straftaten um mehr als 9.500 Vergehen. Zugleich stieg die Aufklärungsquote auf 55,8 Prozent – der besten Wert seit 1963.

Sütterlin-Waack verwies auf den maßgeblichen Einfluss der Corona-Pandemie auf das Kriminalitätsgeschehen. "Allerdings ist dabei die Anzahl der Straftaten mit einem unmittelbaren Corona-Bezug insgesamt als sehr gering einzustufen", sagte sie. Es wurden 281 Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz erfasst. Nur in Einzelfällen habe es Widerstand oder andere Fälle von Gewalt im Zusammenhang mit der Durchsetzung des Abstandsgebots, der Maskenpflicht oder der Kontaktbeschränkungen durch die Polizei gegeben.

Die Lockdowns mit all ihren Zumutungen hätten den Druck in belasteten Partnerschaften massiv erhöht, sagte Sütterlin-Waack. Bereits 2020 habe es durch Frauenberatungsstellen und andere Organisationen Hinweise auf eine Zunahme partnerschaftlicher Gewalt gegeben. "Das wird nun durch die offiziellen Zahlen leider bestätigt." Es habe einen Anstieg um 3,7 Prozent oder 180 Betroffene im Vergleich zum Vorjahr gegeben. "Und leider werden noch weitere hinzukommen." Denn über die Zeit von Oktober bis Dezember seien noch keine verlässlichen Aussagen möglich.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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