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Kiel: Mehrjährige Haftstrafe nach Messerattacke auf Fußweg

Haftstrafe und Entziehungsanstalt  

Urteil nach Messerattacke auf Fußweg gefällt

19.04.2021, 17:02 Uhr | dpa

Kiel: Mehrjährige Haftstrafe nach Messerattacke auf Fußweg. Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht (Symbolbild): Der Angeklagte wurde wegen versuchten Totschlags verurteilt. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht (Symbolbild): Der Angeklagte wurde wegen versuchten Totschlags verurteilt. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Nach einer Messerattacke mit lebensbedrohlichen Verletzungen hat das Kieler Landgericht nun ein Urteil gefällt. Der Angeklagte muss für fast fünf Jahren in Haft und wird zudem in einer Entziehungsanstalt untergebracht.

Für eine lebensbedrohliche Messerattacke auf einem Fußweg in Kiel ist ein 22 Jahre alter Angeklagter wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Das Kieler Landgericht ordnete am Montag zudem die Unterbringung des alkohol- und drogensüchtigen Mannes in einer Entziehungsanstalt an.

Drei Mal von hinten eingestochen

Zur Tat am 12. Oktober 2020 kam es nach Feststellung des Gerichts, als der Angeklagte mit einem ebenfalls süchtigen Kumpel und einem voll bepackten Einkaufswagen auf einem Fußweg einem Paar begegnete. Deren spöttischen Bemerkungen über "Penner" folgten wechselseitige Provokationen, Schubsereien und ein Faustschlag des 24-Jährigen.

Der brachte den Kumpel des Angeklagten zu Boden, der daraufhin drei Mal von hinten auf den Mann einstach und ihn lebensgefährlich verletzte. Der Geschädigte wäre fast verblutet und leidet noch an den Folgen.

Freispruch wegen Nothilfe

Im Urteil ließ das Gericht mildernde Gründe gelten wie etwa die Borderline-Erkrankung des Angeklagten mit Drogen- und Alkoholsucht, die seine Steuerungsfähigkeit eingeschränkt habe, sowie sein Geständnis und glaubwürdige Reue. Der Geschädigte sei zudem nicht unerheblicher Mitverursacher, sagte der Vorsitzende Richter Jörg Brommann.

Staatsanwältin und Nebenklage hatten fünf Jahre und zwei Monate Haft und die Unterbringung im Entzug beantragt. Der Verteidiger wollte Freispruch wegen Nothilfe. Die sah das Gericht nicht. Der Verteidiger will seinem Mandanten raten, das Urteil anzunehmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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