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1. FC Köln: Marius Wolf hadert nach Geisterspiel-Heimserie mit sich selbst

Keine Siege zu Hause  

Kölns Wolf hadert nach Geisterspiel-Heimserie mit sich selbst

03.01.2021, 12:10 Uhr | dpa

1. FC Köln: Marius Wolf hadert nach Geisterspiel-Heimserie mit sich selbst. Kölns Marius Wolf in Aktion beim Spiel gegen den FC Augburg: Die Borussia Dortmund Leihgabe hadert nach einer erneuten FC-Pleite mit sich selbst. (Quelle: imago images/Poolfoto)

Kölns Marius Wolf in Aktion beim Spiel gegen den FC Augburg: Die Borussia Dortmund Leihgabe hadert nach einer erneuten FC-Pleite mit sich selbst. (Quelle: Poolfoto/imago images)

Nach einer erneuten Niederlage zu Hause im leeren Stadion macht sich Marius Wolf auch Gedanken über sich selbst. Denn die fehlenden Zuschauer sieht er nicht mehr als Ausrede.

Die fehlenden Zuschauer wollte Marius Wolf wahrlich nicht mehr als Argument für die gruselige Geisterspiel-Heimserie des 1. FC Köln gelten lassen. "Das Publikum ist natürlich ein Faktor", sagte die Leihgabe von Borussia Dortmund. "Aber wir spielen seit fast einem Jahr ohne Zuschauer. Da darf das keine Ausrede sein."

Fakt ist aber: Als der FC am 29. Februar mit 3:0 gegen den FC Schalke 04 gewann, waren letztmals 50.000 Zuschauer im Kölner Stadion. Von den 13 Heimspielen danach gewann der FC kein einziges. Auch die erste Partie im eigenen Stadion 2021 ging verloren, mit 0:1 (0:0) gegen Angstgegner FC Augsburg, den die Kölner seit 2011 nicht bezwangen.

Für Wolf gab es aber einen anderen Grund für die erneute Niederlage: sich selbst. Beziehungsweise seine vergebene Großchance in der 69. Minute, als ihm der Ball zentral zehn Meter vor dem Tor vor die Füße gefallen war. "Wenn ich das Tor mache, gewinnen wir das Ding vielleicht", sagte der 25-Jährige. "Leider ist er mir verrutscht. Den muss ich natürlich machen. Bitter, dass wir dann auch noch das Gegentor bekommen."

Sieg nach erstem Tor?

Auch Kölns Trainer Markus Gisdol glaubte, "dass wir gewonnen hätten, wenn wir das erste Tor gemacht hätten". Genau deshalb wollte er aber auch "nicht so hart mit meiner Mannschaft ins Gericht gehen. Wir haben ein Spiel verloren, dass eigentlich 0:0 ausgeht."

Vermeintliche Provokationen der Augsburger, die seine Spieler Wolf und Salih Özcan monierten, spielten für Gisdol keine Rolle. "Da gibt es nichts zu beschweren, da gilt es sich durchzusetzen", sagte der Coach: "Das ist Profisport, da darf man nicht jammern, sondern muss klare Kante zeigen und dagegenhalten." Auf eine eigene Diskussion mit Augsburg-Manager Stefan Reuter angesprochen, sagte Gisdol dann auch lachend: "Er hat mich gefragt, was ich an Neujahr gemacht habe." Und ergänzte am 2. Januar: "Ich konnte mich nicht mehr erinnern."

Wolf: "Augsburger provozieren gerne"

Mittelfeldspieler Özcan hatte erklärt, sein Team habe sich "viel zu sehr beeinflussen lassen von den Diskussionen und dem ganzen Gerede". Wolf sagte: "Dass die Augsburger gerne provozieren und die Schiedsrichter leider öfter darauf reinfallen, war uns vorher klar. Das ist aber nicht weiter schlimm."

Die Kölner belegen nach ihrem ordentlichen Endspurt 2020 mit elf Punkten zumindest Rang 15, der am Saisonende zur Rettung reichen würde. Der FCA liegt mit 19 Zählern den Europacup-Rängen deutlich näher als der Abstiegszone. Weswegen am Ende auch Florian Niederlechner von einem "Super-Tag" sprach.

Der 30-Jährige, der nach starker Vorsaison immer noch auf den ersten Saison-Treffer wartet, war eigentlich der große Pechvogel des Spiels, weil gleich zwei seiner Treffer wegen Abseitsstellungen nicht galten (7./73.). Am Ende legte Niederlechner aber den Siegtreffer von Iago vor (77.). "Das war super gemacht", lobte Trainer Heiko Herrlich: "Und bald wird sicher auch der Knoten bei ihm platzen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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