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Köln: Zentralmoschee geräumt – Ditib spricht von Bombendrohung

Großer Polizeieinsatz  

Kölner Zentralmoschee geräumt: Ditib spricht von Bombendrohung

09.07.2019, 14:43 Uhr | t-online.de, dpa

Köln: Zentralmoschee geräumt – Ditib spricht von Bombendrohung. Zentralmoschee in Köln: Das Gebäude ist am Dienstag wegen einer Drohmail geräumt worden. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Zentralmoschee in Köln: Das Gebäude ist am Dienstag wegen einer Droh-Mail geräumt worden. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Nach einer Droh-Mail gegen die Ditib-Zentralmoschee in Köln sind das Gebäude und der Komplex am Dienstag weiträumig abgesperrt worden. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

"Der Inhalt hatte ein so hohes Drohpotenzial, dass wir unmittelbar handeln mussten", sagte ein Polizeisprecher. Zum genauen Inhalt des Schreibens wollte er sich mit Blick auf das laufende Verfahren nicht äußern. Ein Sprecher der Türkisch Islamischen Union Ditib – der bundesweit größten Islam-Dachorganisation – sagte, es habe sich um eine Bombendrohung gehandelt.

Eine "sehr hohe Zahl von Einsatzkräften" durchsuchte laut Polizei den Moscheekomplex im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Bis zum Mittag habe man aber "nichts gefunden, von dem eine Gefahr ausgeht". 

Staatsschutz ermittelt

Der Ditib-Sprecher schilderte, die Räumung sei ruhig verlaufen. Wie viele Menschen sich zu dem Zeitpunkt in dem deutschlandweit größten Moscheekomplex befanden, sei unklar. Neben den Mitarbeitern der Moschee gingen täglich auch viele Besucher ein und aus. Noch am Morgen seien zwei Schulkassen zu Gast gewesen.

"Wir sind besorgt, wir haben Angst, wir erleben gerade eine Konzentration von Angriffen gegen Moscheen", sagte Ditib-Sprecher Zekeriya Altug. "Eine Bombendrohung, das hat eine neue Qualität."

Inzwischen hat der Staatsschutz Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen.

Die Kölner Zentralmoschee war erst im vergangenen September vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan offiziell eröffnet worden. Das hatten auch Bundes- und Landespolitiker kritisiert.

Die Ditib steht wegen ihrer Nähe zu Ankara in der Kritik. Ihr werden fehlende strukturelle und politische Unabhängigkeit von der türkischen Regierung vorgeworfen.

Verwendete Quellen:
  • Pressemitteilung der Polizei Köln
  • Nachrichtenagentur dpa

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