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Köln und Düren: Razzien wegen Terrorverdachts – Verbindung zu Anis Amri?

Durchsuchungen in Köln und Düren  

Sechs Personen wegen Terrorverdachts in Gewahrsam genommen

18.07.2019, 17:59 Uhr | dpa, t-online.de, vss

 (Quelle: Reuters)
Wegen Terrorgefahr: Polizei druchsucht Wohnungen in Nordrhein-Westfalen

Bei den Räumen in Düren und Köln handelt es sich nach Angaben der Polizei um Wohnungen islamistischer Gefährder. (Quelle: Reuters)

Razzien in NRW: Wegen Terrorgefahr hat die Polizei Wohnungen islamistischer Gefährder durchsucht. (Quelle: Reuters)


Am frühen Donnerstagmorgen hat die Polizei mehrere Wohnungen im Raum Düren und Köln durchsucht. Grund für die Durchsuchungen ist der Verdacht eines geplanten Terroranschlags. Sechs Personen wurden dabei in Gewahrsam genommen, darunter zwei bekannte Gefährder.

Eine Spezialeinheit der Polizei hat am Donnerstag seit 4 Uhr sieben Wohnungen von Gefährdern aus dem islamistischen Umfeld in Düren und Köln durchsucht und sechs Verdächtige in Gewahrsam genommen. Hintergrund der Razzien sind Hinweise von Sicherheitsbehörden aus Berlin, die auf einen Terrorverdacht hindeuten.

Die Verdächtigen seien unter anderem durch abgehörte Telefonate belastet worden, erklärte ein Polizeisprecher. Islamwissenschaftler, die bei der Auswertung halfen, schlugen Alarm, als der Hauptverdächtige von einem "Aufstieg in die höchste Stufe des Paradies des muslimischen Glaubens" sprach. Man könne dies mit einem Selbstmordattentat gleichstellen, hieß es.

Keine Hinweise auf konkrete Tat

Allerdings habe die Polizei im Vorfeld der Durchsuchungen "keine Hinweise auf einen konkreten Anschlagsort, keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagszeit und keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagsart" gehabt, erklärte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Nachmittag in Bochum.

Es habe aber Hinweise gegeben, dass die sechs in Gewahrsam genommenen Personen "möglicherweise einen Terroranschlag planen könnten". Mit den Durchsuchungen sollten deshalb weitere Erkenntnisse gewonnen und Beweismittel gefunden werden.

Unter den Verdächtigen sind zwei bekannte Gefährder. Die zentrale Person ist deutsch-libanesisch, 30 Jahre alt und gilt seit 2013 als Gefährder. Er soll sich über mehrere Jahre radikalisiert haben. Ursprünglich kommt der Verdächtige aus Berlin, wo er 2016 Vertretungsimam der Islamistischen Fussilet Moschee gewesen sein soll, in der auch der spätere Berlin-Attentäter Anis Amri ein- und ausging. 

Konspiratives Verhalten der Gruppe

Der zweite Verdächtige ist ein 21-jähriger deutscher Konvertit aus Düren. Er sei vor allem verbal sehr gewaltbereit, habe eine große Waffenaffinität und 2018 den Treueeid auf den so genannten "Islamischen Staat" abgelegt. Der 21-Jährige ist außerdem Mitarbeiter in der Baufirma des 30-Jährigen.

Offenbar war den Ermittlern in den letzten Tagen aufgefallen, dass sich die Gruppe auffällig konspirativ verhielt. Außerdem sollen ungewöhnliche Finanztransaktionen registriert worden sein.

Die Beamten durchsuchten unter anderem auch mit einem Diensthund Bereiche auf einer Baustelle in der Kölner Innenstadt, auf der zwei Verdächtige arbeiten sollen. Dabei schlug ein Sprengstoffspürhund an. Es wurde eine Flasche mit einem bisher nicht identifizierten Inhalt gefunden, die nun von Spezialisten untersucht werden muss.


Bei den Durchsuchungen wurden außerdem Datenträger beschlagnahmt, die nun untersucht werden sollen. Darunter waren 20 Telefone, ein Laptop, eine hohe Anzahl von Festplatten und ein Router. In der gemeinsamen Wohnung der zwei bekannten Gefährder wurden laut Polizei auch Baseballschläger und Messer gefunden. 

Verwendete Quellen:
  • Pressemitteilung der Polizei Köln
  • Nachrichtenagentur dpa
  • WDR
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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