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Köln: OB Reker würdigt Journalist Adil Demirci im Rathaus für Dienste an der Demokratie

Einsatz für europäische Grundrechte  

Reker würdigt Adil Demirci für Dienste an der Demokratie

21.08.2019, 16:20 Uhr | vss, t-online.de, dpa

Köln: OB Reker würdigt Journalist Adil Demirci im Rathaus für Dienste an der Demokratie. Adil Demirci präsentiert eine der Postkarten, die ihm zugesandt wurde: Der Journalist wird am Mittwoch im Rathaus Köln empfangen. (Quelle: imago images)

Adil Demirci präsentiert eine der Postkarten, die ihm zugesandt wurde: Der Journalist wird am Mittwoch im Rathaus Köln empfangen. (Quelle: imago images)

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am Mittwoch den in der Türkei festgehaltenen Adil Demirci im Rathaus Köln empfangen und dankte ihm für seine Dienste an der Demokratie. Der Kölner Journalist konnte Mitte Juni nach über einem Jahr die Türkei verlassen und ist zurück in seiner Heimatstadt.

Der Kölner Sozialarbeiter und Journalist Adil Demirci ist am Mittwoch zu Besuch im Rathaus gewesen. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat den in der Türkei angeklagten Sozialarbeiter Adil Demirci für seine "Dienste an der Demokratie" gewürdigt. "Sie sind nicht nur ein Opfer, sondern auch ein Mann, der sich unbeugsam für europäische Werte einsetzt", sagte Reker (parteilos) am Mittwoch bei einem Empfang für Demirci, der auch als Journalist arbeitet, im Kölner Rathaus. 

Demirci war wegen seiner journalistischen Tätigkeit in der Türkei inhaftiert und wurde an der Ausreise gehindert. 

Zu Unrecht eines Verbrechens angeklagt

"Ich kann nicht ermessen, wie schwierig es ist, auszuhalten, wenn man zu Unrecht eines Verbrechens angeklagt ist, das man nicht begangen hat und wie schwer es ist, den Glauben an ein gutes Ende nicht zu verlieren", sagte Reker. 

Demirci dankte seinen zahlreichen Unterstützern in Deutschland, die sich während seiner Haft mit ihm solidarisiert hatten. Dies habe ihm Kraft gegeben. Er appellierte, sich auch für andere zu Unrecht in der Türkei Inhaftierte einzusetzen. Er selbst versuche, nach und nach in den Alltag zurückzufinden, sagte Demirci. Vor einer Woche habe er seine Arbeit beim Internationalen Bund (IB) wieder aufgenommen, der während seiner Abwesenheit seinen Arbeitsvertrag entfristet und sein Gehalt weitergezahlt hatte.

Adil Demirci ist im April 2018 nach Istanbul zu seiner Familie gereist und wurde dort unter Extremismusvorwürfen festgenommen. Fast ein Jahr später, Mitte Februar, wurde Demirci dann aus der U-Haft entlassen, ausreisen durfte er trotzdem nicht.

Seine Anwälte versuchten es Anfang Mai erneut und stellten einen Antrag auf Aufhebung der Ausreisesperre sowie ein übersetztes Attest der Ärzte seiner Mutter, denn diese erkrankte vor Jahren an Gallenwegskrebs. Zur Beerdigung seiner Mutter durfte er dann schließlich im Juni ausreisen und nach Köln zurückkehren. Am 15. Oktober soll das Verfahren gegen Demirci in der Türkei jedoch weitergehen, erscheinen muss er dort aber nicht.

Verwendete Quellen:
  • Radio Köln
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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