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Köln: Mann am Ebertplatz wohl durch Flaschenscherbe getötet

Bericht der Landesregierung  

Mann am Ebertplatz wohl durch Flaschenscherbe getötet

12.09.2019, 14:17 Uhr | dpa

Köln: Mann am Ebertplatz wohl durch Flaschenscherbe getötet. Polizisten sichern einen Tatort in Köln: Nach rund drei Wochen nach dem Mord eines 25-Jährigen am Ebertplatz werden Details zur Tatwaffe bekannt. (Quelle: imago images/Future Image)

Polizisten sichern einen Tatort in Köln: Nach rund drei Wochen nach dem Mord eines 25-Jährigen am Ebertplatz werden Details zur Tatwaffe bekannt. (Quelle: Future Image/imago images)

Rund drei Wochen nach dem Tod eines Somaliers am Kölner Ebertplatz sind durch einen Bericht der Landesregierung neue Details bekanntgeworden. Demnach starb der 25-Jährige nach einem Stich mit einer Scherbe.

Es war ein Schock-Ereignis für Köln: Vor rund drei Wochen starb bei einer Auseinandersetzung ein junger Mann am Ebertplatz. Die Tat hatte eine neue Debatte um die Sicherheit auf dem populären Platz ausgelöst.

Jetzt sind neue Details zur Tatwaffe ans Licht gekommen. So stach der 25-jährige mutmaßliche Täter dem Opfer offenbar eine abgebrochene Glasflasche in den Hals, sodass dessen Halsschlagader und Luftröhre aufgeschlitzt wurden, heißt es in einem Bericht des Innenministers an den Innenausschuss.

Demnach war dem Angriff am 25. August ein Streit unter den beiden Männern aus Somalia vorausgegangen, bei dem es um ein Drogengeschäft gegangen sein soll. Als der Streit gegen 4.50 Uhr eskalierte, seien zunächst zwei "weitere Personen aus dem Bekanntenkreis der Kontrahenten" eingeschritten. Am Ende seien es zehn Männer gewesen. In dieser Situation soll der 25-Jährige zugestochen haben. Das Opfer verblutete laut dem Bericht daraufhin am Tatort.

Verdächtiger war vorbestraft

Der Verdächtige wurde wegen Totschlags verhaftet. Er hat nach Angaben des Innenministeriums eine befristete Aufenthaltserlaubnis bis zum 28. Januar 2020. Der Flüchtling sei wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte bereits polizeibekannt gewesen und in den Jahren 2018 und 2019 zu geringen Geldstrafen verurteilt worden. Als Drogendealer sei er bis zum Tattag allerdings nicht in Erscheinung getreten.

Innenminister Reul verweist in dem Bericht außerdem darauf, dass die Gesamtzahl der angezeigten Delikte am Ebertplatz im Vergleich zu den beiden Vorjahren zurückgegangen sind.


Allerdings gebe es am Ebertplatz überproportional häufig Rauschgift- und Körperverletzungsdelikte. Der Platz in der Kölner City sei daher immer noch ein Kriminalitätsbrennpunkt. Die umstrittene Videoüberwachungsanlage der Polizei solle daher bis Ende Oktober betriebsbereit sein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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