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Köln-Merheim: Kölner Arzt während Hirn-OP gefeuert

Arbeitsrechts-Streit mit Klinik  

Kölner Arzt während Hirn-OP gefeuert

23.09.2019, 17:15 Uhr | dpa

Köln-Merheim: Kölner Arzt während Hirn-OP gefeuert. Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel: In Köln gibt es einen Streit um eine Kündigung. (Quelle: dpa/Volker Hartmann/Archivbild)

Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel: In Köln gibt es einen Streit um eine Kündigung. (Quelle: Volker Hartmann/Archivbild/dpa)

In Köln läuft ein skurriler Arbeitsrechts-Streit zwischen einem Neurochirurgen und der Klinik Köln-Merheim. Der Arzt soll während einer Hirn-OP vom Direktor der Klinik gefeuert worden sein. 

Die Klinik Köln-Merheim liefert sich einen Arbeitsrechts-Streit mit einem Neurochirurgen, der mitten während einer Hirn-OP aus dem Operationssaal gegangen sein soll. 

Laut übereinstimmenden Medienberichten sollte der Neurochirurg am 8. Juli eigentlich einem Patienten einen Hirnschrittmacher einsetzen. Seinem Anwalt zufolge wurde der Arzt – noch bevor er den Schädel des Patienten öffnete – zum Ärztlichen Direktor der Klinik gerufen. Dort habe er wegen eines Vorfalls bei einer früheren OP seine Kündigung erhalten.

Klinik widerspricht dem Anwalt 

Die Klinik widerspricht dieser Darstellung allerdings. Zwar habe der Arzt am 8. Juli aus "gravierenden Gründen" eine fristlose Kündigung erhalten. Allerdings sei der Arzt schon drei Tage vorher telefonisch zu dem Gespräch eingeladen worden. "Dabei war ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass dieser Termin fix ist und eventuell geplante Operationen verschoben werden müssen", erklärte eine Kliniksprecherin.

In dem Kündigungsgespräch habe der Arzt dann "zu keinem Zeitpunkt" darauf hingewiesen, dass er gerade aus einer laufenden OP komme: "Insofern liegt die Verantwortung für den Abbruch der Operation alleine beim Operateur." Denn der Termin habe bereits festgestanden und der Arzt sei gebeten worden, eine etwaige Operation zu verlegen.

Termin vor Gericht Ende September

Anders die Darstellung des Anwalts des Arztes: Einen Hinweis auf das Gespräch habe es vorher nicht gegeben. Dass der Direktor von der Operation nichts gewusst habe, sei "absurd". Sein Mandant sei nach der Kündigung von einem Juristen aus der Klinik geführt worden.


Dem habe er mehrfach gesagt, er müsse zurück in den OP. "Aber man hatte ihm sogar das Handy abgenommen, so dass kein Kontakt mit dem Team mehr möglich war." Ende September gebe es einen Arbeitsgerichtstermin wegen der fristlosen Kündigung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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