Sie sind hier: Home > Regional > Köln >

Köln: Paar gibt Adoptivkind aus Thailand wieder ab und soll 200.000 € zahlen

200.000 Euro Unterhalt  

Eltern geben Adoptivkind wieder ab und sollen nun zahlen

22.10.2019, 18:10 Uhr | dpa

Köln: Paar gibt Adoptivkind aus Thailand wieder ab und soll 200.000 € zahlen. Der Eingang des Oberlandesgerichts Köln: Ein Elternpaar aus Deutschland soll für die Folgekosten eines abgegebenen Adoptivkindes aufkommen. (Quelle: dpa/Oliver Berg/dpa)

Der Eingang des Oberlandesgerichts Köln: Ein Elternpaar aus Deutschland soll für die Folgekosten eines abgegebenen Adoptivkindes aufkommen. (Quelle: Oliver Berg/dpa/dpa)

Ein Elternpaar hat ein Mädchen aus Thailand adoptiert, es nach wenigen Wochen aber wieder beim Jugendamt abgegeben. Nun sollen sie über 200.000 Euro zahlen. Dagegen klagte das Paar.

Das Oberlandesgericht Köln hat die Klage eines Paares aus dem Raum Köln abgewiesen, das ein Adoptivkind aus Thailand nach Deutschland geholt und nach wenigen Wochen wieder beim Jugendamt abgegeben hatte. Die klagenden Adoptiveltern wollten nicht mehr für die Lebenshaltung des Mädchens aufkommen, nachdem sie die Pflegezeit für beendet erklärt hatten. Es geht für sechs Jahre Unterhalt um Kosten von rund 219.000 Euro.

Das Oberlandesgericht (OLG) bestätigte damit eine Entscheidung des Landgerichts Köln. Dort hatte das Paar auf Freistellung von den Kosten durch den Landschaftsverband Rheinland sowie die Stadt Dormagen geklagt. Das Urteil fiel bereits im Juli und wurde nun veröffentlicht. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Kind war verhaltensauffällig

Das Paar hatte das Mädchen laut Gericht nach Vermittlung des beim Landschaftsverband angesiedelten Landesjugendamtes in einem thailändischen Kinderheim kennengelernt. Trotz anfänglicher Bedenken wegen Verhaltensauffälligkeiten wie Schreien und Beißen hatte das Paar das Kind dennoch mit nach Deutschland genommen. Gut einen Monat
nach der Rückkehr hätten die überforderten Adoptiveltern dann entschieden, die Pflegezeit zu beenden.

Die Behörden pochten allerdings auf eine Kostenübernahmepflicht und wollten von den Eltern, dass sie weiter für die Unterbringung des Kindes in Deutschland aufkommen. 100 Euro pro Tag, die im Höchstfall für sechs Jahre gezahlt werden müssten. So kämen die Lebenshaltungskosten von rund 219.000 Euro zusammen, gegen die das Paar klagte.


Wie der "Kölner Stadtanzeiger" am Dienstag berichtete, soll der Fall nun noch vor den Bundesgerichtshof gehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal