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Köln: Stadt-Mitarbeiter bei Einsatz mit Messer attackiert – und getötet

Attacke ohne Vorwarnung  

Mann tötet Mitarbeiter der Stadt Köln mit Messer

13.12.2019, 18:11 Uhr | t-online.de, tme, dpa

Köln: Stadt-Mitarbeiter bei Einsatz mit Messer attackiert – und getötet. Polizisten stehen vor einem Haus: Hier soll ein Mann zwei Mitarbeiter der Stadt Köln angegriffen und einen von ihnen tödlich verletzt haben. (Quelle: dpa/Marius Becker)

Polizisten stehen vor einem Haus: Hier soll ein Mann zwei Mitarbeiter der Stadt Köln angegriffen und einen von ihnen tödlich verletzt haben. (Quelle: Marius Becker/dpa)

Ein Mitarbeiter der Stadt Köln ist bei einem Einsatz in Dünnwald getötet worden. Er und seine Kollegin sind von einem Mann mit einem Messer attackiert worden, als sie ihn wegen offener Geldforderungen besuchen wollten.

In Köln hat ein Mann mit einem Messer einen Mitarbeiter der Stadt angegriffen und getötet. Wie die Polizei auf Anfrage von t-online.de berichtet, hätte ein Team der Stadt am Freitagvormittag ein Haus im Viertel Dünnwald betreten und an einer Tür geklingelt. 

Offenbar unvermittelt seien die beiden dann von einem 60-Jährigen, der aus der Tür trat, mit einem Messer attackiert worden. Der 47-jährige Stadtmitarbeiter erlitt schwerste Verletzungen. Ein Notarzt versuchte noch, den Mann zu reanimieren, er verstarb jedoch, wie die Polizei bestätigte.

Seine Kollegin blieb bei der schrecklichen Tat äußerlich unverletzt, kam aber mit einem Schock ins Krankenhaus. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest.Ein Polizist der Spurensicherung betritt ein Haus: Die Mitarbeiter wollten bei dem Tatverdächtigen offenbar Forderungen eintreiben. (Quelle: dpa/dpa-Bildfunk)Ein Polizist der Spurensicherung betritt ein Haus: Die Mitarbeiter wollten bei dem Tatverdächtigen offenbar Forderungen eintreiben. (Quelle: dpa-Bildfunk/dpa)

Bei den Mitarbeitern handelte es sich Angaben der Stadt zufolge um zwei Bedienstete der Kämmerei. Sie sind dafür zuständig, Geldforderungen der Stadt einzutreiben. Sie arbeiteten also in der Vollstreckungsabteilung und können auch Pfändungen vornehmen.

Täter wahrscheinlich schuldunfähig

An derselben Adresse in Dünnwald hatte es nach Angaben der Polizei im März einen ähnlichen Vorfall gegeben. Damals hatte ein Mann eine städtische Mitarbeiterin mit einem Schraubendreher angegriffen und leicht verletzt. Nach Medienberichten handelt es sich in beiden Fällen um denselben Angreifer. 

Nach Angaben der Polizei ist der Täter wahrscheinlich schuldunfähig. Es gebe deutliche Anhaltspunkte dafür, dass der 60-jährige Deutsche psychisch krank sei, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Staatsanwaltschaft werde die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragen.

Politik meldet sich zu Wort

"Dass einer unserer Kollegen im Einsatz für unsere Stadt durch einen Angriff sein Leben verloren hat, macht mich zutiefst betroffen und erfüllt mich mit großer Trauer", sagte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) laut einer Mitteilung nach der Tat.


"Die Verrohung unserer Gesellschaft scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Es macht sich Entsetzen breit angesichts einer solchen Tat", sagte Reker. "Als Stadt werden wir alles dafür tun, dass sich unsere Mitarbeitenden noch sicherer fühlen können. Daher werden wir uns gründlich anschauen, was wir noch mehr tun können, auch wenn wir wissen, dass es eine absolute Sicherheit nie geben wird."

Verwendete Quellen:

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