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Köln: Gedenkminute für erstochenen Stadtmitarbeiter

Im Außendienst getötet  

Köln und Bonn gedenken des erstochenen Stadtmitarbeiters

18.12.2019, 09:16 Uhr | dpa

Köln: Gedenkminute für erstochenen Stadtmitarbeiter. Mitarbeiter der Kölner Stadtverwaltung stehen bei einer Schweigeminute vor weißen Rosen zusammen: Die Anteilnahme nach dem Tod des Mitarbeiters ist groß. (Quelle: dpa/Berg)

Mitarbeiter der Kölner Stadtverwaltung stehen bei einer Schweigeminute vor weißen Rosen zusammen: Die Anteilnahme nach dem Tod des Mitarbeiters ist groß. (Quelle: Berg/dpa)

Die Stadt Köln hat des Mitarbeiters, der am vergangenen Freitag bei einem Hausbesuch erstochen worden war, mit einer Schweigeminute gedacht. Auch andere Städte in NRW zeigen sich bestürzt über den Vorfall. 

Die Städte KölnBonn und Münster haben am Mittwoch mit einer Gedenkminute um den am Freitag vergangener Woche getöteten Kämmerei-Mitarbeiter getrauert. Alle Beschäftigten der Stadt waren aufgerufen, ihre Arbeit während der Schweigeminute um 12 Uhr ruhen zu lassen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) wollte sich mit den Fraktionsspitzen und anderen Repräsentanten der Stadt um 12 Uhr am Kondolenztisch einfinden. Reker war 2015 selbst bei einem Messerattentat lebensgefährlich verletzt worden.

Bonn und Münster haben ebenfalls um 12 Uhr mit einer Schweigeminute des Kölner Mitarbeiters gedacht. "Übergriffe am Arbeitsplatz sind in vielen Fällen nicht vorhersehbar, der Druck auf unsere Mitarbeitenden wächst stetig", teilte Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) dazu mit. "Als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität gedenken wir den Kolleginnen und Kollegen, die Opfer verbaler und körperlicher Gewalt am Arbeitsplatz werden."

Henriette Reker (vorne M, parteilos), Oberbürgermeisterin von Köln, trägt sich nach einer Schweigeminute im Rathaus vor Mitarbeitern in ein Kondolenzbuch ein (Quelle: dpa/Berg)Henriette Reker (vorne M, parteilos), Oberbürgermeisterin von Köln, trägt sich nach einer Schweigeminute im Rathaus vor Mitarbeitern in ein Kondolenzbuch ein (Quelle: Berg/dpa)

Der Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) zeigte sich gleichfalls bestürzt. "Die Stadtverwaltung trauert zusammen mit der kommunalen Familie und den Angehörigen des Mitarbeiters", teilte er im Intranet der Stadt mit.

Erster Angriff mit Mappe abgewehrt

Der mutmaßliche Täter hatte nach Angaben der Polizei im März schon einmal eine Bedienstete einer anderen städtischen Behörde und einen Amtsarzt mit einem Schraubendreher angegriffen. Die Frau konnte die Attacke mit einer Arbeitsmappe parieren und erlitt nur eine leichte Verletzung. Die Kämmerei, für die der nun getötete 47-Jährige arbeitete, wusste aber wohl nichts davon.


Der 47-Jährige hatte als Mitarbeiter in der Vollstreckungsabteilung Geld eintreiben wollen. Als er mit einer Kollegin am Freitag an einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Dünnwald klingelte, öffnete ihm ein Bewohner - und stach nach Polizeiangaben sofort auf ihn ein. Ein Notarzt konnte ihn nicht mehr retten. Der mutmaßliche Täter wurde nach der Tat in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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