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Köln: Bewegende Trauerfeier für erstochenen Stadt-Mitarbeiter

Bewegende Trauerfeier  

Köln nimmt Abschied von erstochenem Stadt-Mitarbeiter

13.01.2020, 14:12 Uhr | dpa

Köln: Bewegende Trauerfeier für erstochenen Stadt-Mitarbeiter. Trauerfeier für getöteten Stadt-Mitarbeiter: Der Lebensgefährte des Verstorbenen trägt die Urne zum Grab. (Quelle: dpa/Vennenbernd)

Trauerfeier für getöteten Stadt-Mitarbeiter: Der Lebensgefährte des Verstorbenen trägt die Urne zum Grab. (Quelle: Vennenbernd/dpa)

Freunde, Familienangehörige und Karnevalisten haben bei einer Trauerfeier Abschied von einem im Dienst erstochenen Mitarbeiter der Stadt Köln genommen. Es wurden bewegende Worte gesprochen.

Mehrere Hundert Menschen haben am Montag bei einer Trauerfeier dem vor rund vier Wochen erstochenen Mitarbeiter der Stadt Köln gedacht. "Den Schmerz, den ein Messer hinterlässt, kann ich gut nachvollziehen", sagte Henriette Reker, die 2015 nur knapp dem Tod entkommen war, als ihr ein Rechtsradikaler in den Hals stach.

Daher fühle sie sich dem erstochenen Mitarbeiter der Stadt auch persönlich sehr nah. Ihre eigene Wunde habe verheilen können, sagte die Oberbürgermeisterin. Sie hätte sich sehr gewünscht, dass es auch im Fall des Mitarbeiters eine Chance gegeben hätte.

Angreifer psychisch krank

Der Mann war Mitte Dezember bei einem Hausbesuch erstochen worden, als er für die Vollstreckungsstelle Geld eintreiben wollte. Als er mit einer Kollegin an einem Mehrfamilienhaus klingelte, öffnete ihm ein Bewohner und stach nach Polizeiangaben sofort zu. Nach der Attacke wurde der Angreifer in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Henriette Reker (parteilos), Oberbürgermeisterin von Köln, spricht auf der Trauerfeier neben der Urne des Verstorbenen. (Quelle: dpa/Vennenbernd)Henriette Reker (parteilos), Oberbürgermeisterin von Köln, spricht auf der Trauerfeier neben der Urne des Verstorbenen. (Quelle: Vennenbernd/dpa)

Der mutmaßliche Täter hatte nach Angaben der Ermittler bereits einige Monate zuvor Bedienstete einer anderen städtischen Behörde angegriffen – davon wusste das Opfer aber wohl nichts. Köln will nun ein Meldesystem für Übergriffe auf städtische Mitarbeiter einführen.

Viele Karnevalisten vor Ort

Viele der mehreren hundert Trauergäste verzichteten am Montag auf die übliche schwarze Bekleidung und erwiesen dem 47-Jährigen mit Narrenkappen, in Kostümen oder in Uniformen die letzte Ehre. Der Stadt-Mitarbeiter war zu Lebzeiten in vielen Vereinen aktiv gewesen, besonders im Karneval.

Sein Lebensgefährte saß ganz vorne im Saal. Auf der Urne war ein Tanzmariechen abgebildet, zudem sang ein Tenor das durch Willy Millowitsch berühmt gewordene Lied "Ich bin ene kölsche Jung".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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