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Köln: Nachhaltigkeit wird für Karneval-Fans wichtiger

Klimafreundliches Feiern  

Umweltschutz auch für Kölner Karnevalisten wichtig

03.02.2020, 15:10 Uhr | dpa

Köln: Nachhaltigkeit wird für Karneval-Fans wichtiger. Jecken werfen Süßigkeiten während des Rosenmontagszugs in Köln auf die Straße: Bei der Veranstaltung wird auch viel Müll produziert. (Quelle: imago images/Horn/Archivbild)

Jecken werfen Süßigkeiten während des Rosenmontagszugs in Köln auf die Straße: Bei der Veranstaltung wird auch viel Müll produziert. (Quelle: Horn/Archivbild/imago images)

Der Umweltschutz ist auch beim Karneval in Köln ein Thema. Erste klimafreundliche Ansätze gibt es bereits. Eine Umweltschutzorganisation sieht aber in ganz Deutschland noch Nachholbedarf.

Bald ist wieder Karneval in Köln. Dort spielen in diesem Jahr auch Umweltschutzbedenken eine Rolle. Erste Schritte seien laut des Geschäftsführer des BUND in Frankfurt am Main gemacht worden: "Es gibt gute Vorreiter, die anfangen", erklärte er im Hinblick auf Karnevalsvereine in Hessen. So setzten sich einige Initiativen für den Einsatz von fair gehandelten Kamellen als Wurfmaterial ein.

Eine besondere Initiative ist die "Jecke Fairsuchung" aus Köln: Ihr Ziel ist, dass Karnevalsvereine zehn Prozent ihrer Ausgaben für Wurfmaterial in fair gehandelte Kamellen stecken. "Das ist noch eine Nische", sagt Projektkoordinator Christoph Alessio. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steige die Zahl der Initiativen und Vereine, die mitmachten.

Im Rheinland ist nachhaltiger und umweltfreundlicher Karneval schon länger Thema. So war der Bonner Rosenmontagsumzug 2019 klimaneutral. Eine Karnevalsgesellschaft hatte Kompensations-Zertifikate gekauft, um Treibhausgasemissionen rechnerisch auszugleichen. Auch Plastikverzicht und der Einsatz von umweltfreundlichem Wurfmaterial sind immer mal wieder Diskussionsgegenstand.

Umweltschutz auch woanders wichtig

Auch in Hessen gibt es faire Narren: Die Stadt Gießen geht seit 2011 mit gutem Beispiel voran, indem der Magistrat beim Gießener Fassenachtszug zu 100 Prozent fair gehandelte Kamellen und Blumen wirft. Auch aus Wetzlar, Marburg, Bad Homburg, Fulda, Eschborn und Seligenstadt gab es laut "Jecke Fairsuchung" schon Bestellungen.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz stoßen nicht bei allen Narren auf Begeisterung. Einige Vereine und Verbände äußern sich lieber nicht. Andere sind offener. Plastik sei ein großes Problem, sagt beispielsweise Florian Lebherz, Bezirksvorsitzender der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval im Bezirk Darmstadt-Bergstraße: "Wir haben wahnsinnig viel Müll nach dem Rosenmontagsumzug."

Das habe allerdings auch Sicherheitsgründe. Betrunkene könnten Gläser oder Flaschen als Wurfgeschosse verwenden. In Seligenstadt beispielsweise gebe es beim Rosenmontagsumzug Zutrittskontrollen. Hinter diesen dürften Getränke nur in Plastikbechern ausgeschenkt werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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