Sie sind hier: Home > Regional > Köln >

Köln: Feuerwehr erhält neues, hochmodernes Zentrum

Modernes Zentrum in Kalk  

Das ist das neue "Aushängeschild" der Kölner Feuerwehr

Von René Denzer

12.02.2020, 17:35 Uhr
Köln: Feuerwehr erhält neues, hochmodernes Zentrum. Das neue Feuerwehrzentrum in Köln-Kalk: Der Neubau hat 34 Millionen Euro gekostet. (Quelle: Denzer)

Das neue Feuerwehrzentrum in Köln-Kalk: Der Neubau hat 34 Millionen Euro gekostet. (Quelle: Denzer)

Die Feuerwehr in Köln hat seit Mittwoch ein neues, hochmodernes Zentrum. Das mehr als 8.000 Quadratmeter große Gelände gilt mit seiner neusten Technik als "Aushängeschild". Ein Ortsbesuch.

Unweit der Lanxess-Arena in Köln geht es sieben Meter in die Tiefe. Von den Ruheräumen im ersten Stock der Feuerwache 10 dauert es an der Stange gefühlt keine Sekunde bis in die Halle mit den Einsatzfahrzeugen. Kurze Laufwege, damit die Einsatzkräfte nach der Alarmierung schnell zu ihren Fahrzeugen kommen und die Ausrückezeiten weiter verbessert werden.

Dass sei das A und O, sagt Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet. 60 Sekunden – so wenig Zeit soll von der Alarmierung bis zur Abfahrt vergehen. Da sind die Stangen, die sich auf allen Etagen der Wache befinden, ein probates Fortbewegungsmittel. Und sie haben noch einen Vorteil: Sie minimieren das Verletzungsrisiko. "Wenn Sie Etage für Etage zu Fuß laufen, kann eben auch mal etwas passieren", so Laschet. 

110 Feuerwehrleute schieben in der Rettungswache 10 ihren Dienst. 32 Einsatzkräfte sind täglich im Einsatz an der Gummersbacher Straße. Verkehrstechnisch gut angebunden, sind die nahen Autobahnen, die Zoobrücke und die rechtsrheinischen Stadtteile in kurzer Zeit erreichbar.

Ein Feuerwehrmann rutscht die Stange im Feuerwehrzentrum runter: Nach einer Alarmierung sollen nur 60 Sekunden vergehen, bis die Feuerwehr ausrückt. (Quelle: Denzer)Ein Feuerwehrmann rutscht die Stange im Feuerwehrzentrum runter: Nach einer Alarmierung sollen nur 60 Sekunden vergehen, bis die Feuerwehr ausrückt. (Quelle: Denzer)

Alte Wache in die Jahre gekommen

Früher hatte die Wache an der Gießener Straße ihren Platz. Allerdings stammte das Gebäude aus dem Jahr 1911 und war mächtig in die Jahre gekommen. Eine Sanierung erwies sich als nicht wirtschaftlich und es fehlte an Platz, um eine moderne Feuerwehr unterzubringen. Ein Neubau sollte her. Und wenn neu, dann richtig.

Denn ebenfalls in die Jahre gekommen und zudem räumlich beengt, sind die Werkstätten der Kölner Feuerwehr, die bis dato dezentral an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet verteilt waren. Mit dem Neubau des Feuerwehrzentrums gehört dies der Vergangenheit an.

Auf dem Gelände der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk befindet sich neben der Feuerwache 10 nun auch das neu geschaffene zentrale Werkstattzentrum. Dazu gehört nicht nur die Kfz-Werkstatt, sondern auch das Sanitätsmittellager, die Gerätemeisterei, die Atemschutz-Werkstatt sowie die Kleiderkammer.

In der Kfz-Werkstatt werden die Fahrzeuge auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft. (Quelle: Denzer)In der Kfz-Werkstatt werden die Fahrzeuge auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft. (Quelle: Denzer)

Zentralisierung beschleunigt Prozesse

Die erinnert allerdings mit Kleiderständer, Auslagen und Umkleidekabinen mehr an eine Boutique. Nur die eigentliche Einsatzkleidung der Feuerwehrleute wird über ein Schienensystem geführt. Mussten die Feuer- und Rettungskräfte früher zu festen Terminen beispielsweise defekte Einsatzkleidung eintauschen, gibt es jetzt die Möglichkeit, dies montags bis freitags innerhalb der Öffnungszeiten zu tun. Ein Vorteil für die mehr als 3.000 Mitarbeiter sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren.

"Die Zentralisierung erlaubt uns, die Arbeiten effektiv und schnell durchzuführen", sagt der Leiter der Feuerwehr Köln, Dr. Christian Miller. So sollen Ausfallzeiten von Fahrzeugen und Gerätschaften und damit auch Kosten minimiert werden. "Fahrzeug- und Gerätewartung aus einer Hand verringern den Zeitaufwand", so Miller.

Blick in die Kleiderkammer des Feuerwehrzentrums: Hier können die 3.000 Mitarbeiter der Feuerwehren und der Freiwilligen Feuerwehren ihre Kleidung tauschen. (Quelle: Denzer)Blick in die Kleiderkammer des Feuerwehrzentrums: Hier können die 3.000 Mitarbeiter der Feuerwehren und der Freiwilligen Feuerwehren ihre Kleidung tauschen. (Quelle: Denzer)

Neubau kostete 34 Millionen Euro 

Nicht minimiert, sondern erhöht haben sich die Kosten des Neubaus mit seinem markanten 30,60 Meter hohen Turm zum Trocknen der Löschschläuche. Statt einer geplanten Investition von rund 27 Millionen Euro stehen nun 34 Millionen Euro zu Buche.

Einige Firmen sollen während der 2015 begonnen Bauzeit schlechte Leistungen abgeliefert haben. Außerdem gab es Probleme bei den Estricharbeiten. Trotz der hohen Investitionen sei das neue Feuerwehrzentrum aber "ein wichtiger Schritt und gut angelegtes Geld für die Sicherheit Kölns", so Keller. 

Verwendete Quellen:
  • Teilnahme an Presserundgang
  • Stadtdirektor Dr. Stephan Keller
  • Leiter der Kölner Feuerwehr Dr. Christian Miller
  • Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal