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Köln: Galerist verliert im Streit um angeblich gefälschte Bilder

Ausstellung im Museum Ludwig  

Galerie verliert im Streit um angeblich gefälschte Bilder in Köln

17.09.2020, 08:18 Uhr | dpa

Köln: Galerist verliert im Streit um angeblich gefälschte Bilder. Das Museum Ludwig in Köln: Es zeigt in einer Ausstellung angebliche Fälschungen. Das hatte einem Galeristen nicht gepasst. (Quelle: dpa/picture alliance)

Das Museum Ludwig in Köln: Es zeigt in einer Ausstellung angebliche Fälschungen. Das hatte einem Galeristen nicht gepasst. (Quelle: picture alliance/dpa)

Im Streit um eine Ausstellung, in der gefälschte Bilder aus einer Galerie gezeigt werden sollen, hat ein Gericht gegen einen Galeristen entschieden. Dieser hatte um seinen Ruf gefürchtet.

Die Stadt Köln muss Informationen zu Kunstwerken aus der Sammlung der Russischen Avantgarde des Museums Ludwig, die unter Fälschungsverdacht stehen, doch nicht herausgeben. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen am Mittwoch. Inhaber einer Galerie hatten die Informationen vor einer neuen Ausstellung im städtischen Museum beantragt.

Dort ist für Ende September die Eröffnung der Ausstellung "Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung" geplant. Unter anderem sollen Kunstwerke gezeigt werden, die in der Vergangenheit vom Sammler Peter Ludwig (1925-1996) in der betreffenden Galerie erworben worden sind. Die Galerie-Inhaber wollten vorab nähere Informationen dazu. Es sei nicht auszuschließen, dass die Ausstellung negative Auswirkungen auf ihren Ruf haben könne, argumentieren sie. Das Verwaltungsgericht Köln hatte noch zu Gunsten der Galerie entschieden. Die Stadt legte jedoch Beschwerde gegen den Richterspruch ein.

Informationen zu Fälschungen gewünscht

Das Oberverwaltungsgericht entschied nun: Es spreche viel dafür, das Museum Ludwig als Forschungseinrichtung anzusehen. Und diese wiederum seien vom Informationsfreiheitsgesetz ausgenommen, um die Freiheit von Wissenschaft und Forschung zu sichern. Die Galerie könne daher den Zugang zu den Informationen "nicht im Wege einer einstweiligen Anordnung erzwingen".

Die Inhaber wollten unter anderem Angaben zum Namen des jeweiligen Künstlers und des Kunstwerks sowie zu den Gutachten, die den Fälschungsverdacht begründen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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