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A3 bei Köln: SPD will nach Betonplatte-Unfall "bedingungslose Aufklärung"

Im Verkehrsausschuss  

SPD fordert "bedingungslose Aufklärung" von Betonplatten-Unfall

27.11.2020, 15:31 Uhr | dpa

A3 bei Köln: SPD will nach Betonplatte-Unfall "bedingungslose Aufklärung". Blick auf die A3 bei Köln in Richtung Süden: Die rechten Spuren sind aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil dort eine Betonplatte heruntergestürzt und eine Autofahrerin erschlagen hatten. (Quelle: imago images/Manngold)

Blick auf die A3 bei Köln in Richtung Süden: Die rechten Spuren sind aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil dort eine Betonplatte heruntergestürzt und eine Autofahrerin erschlagen hatten. (Quelle: Manngold/imago images)

Der Unfall auf der A3, bei der eine Frau von einer Betonplatte erschlagen worden war, beschäftigt auch den Landtag in NRW. Die SPD sieht Widersprüche und verlangt nun Aufklärung.

Nachdem der Landesbetrieb Straßen.NRW eingeräumt hat, dass der Mangel an einer herabgestürzten Betonwand an der A3 bei Köln bereits seit 2008 bekannt war, will die SPD Aufklärung im Landtag. Im Verkehrsausschuss am 9. Dezember soll die Landesregierung erklären, warum die falsche Befestigung nicht damals schon ausgetauscht wurde.

Die SPD-Fraktion verweist in ihrem Antrag für einen schriftlichen und mündlichen Bericht auf die letzten Ausführungen von Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) im Ausschuss: Da hatte er noch berichtet, dass die fehlerhafte Konstruktion von außen nicht sichtbar gewesen sei und daher wohl auch bei der nächsten Kontrolle nicht aufgefallen wäre.

Die Opposition will diesen Widerspruch erklärt bekommen. Zudem soll das Ministerium erklären, wer nach 2008 mit wem geredet hat – oder auch nicht, so dass die Mängel nicht beseitigt wurden.

"Bedingungslose Aufklärung"

"Eine Schuldzuweisung macht niemanden wieder lebendig, aber wir fordern eine bedingungslose Aufklärung, damit so ein Unglück nicht wieder passiert", sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Löcker, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag). Das Verkehrsministerium hatte bereits angekündigt, einen externen Gutachter einzuschalten, der die Abläufe klären soll.

Auf dem viel befahrenen Kölner Ring war vor rund zwei Wochen eine Autofahrerin (66) von einer tonnenschweren Betonplatte erschlagen worden, die sich aus der Schallschutzmauer gelöst hatte. Bei der anschließenden Untersuchung hatte sich herausgestellt, dass die fragliche Platte sowie sechs weitere Platten beim Einbau fehlerhaft befestigt worden waren. Es sei "offenbar aus Platzgründen bewusst mit geschweißten Winkeln improvisiert" worden, hatte der Landesbetrieb berichtet. Alle Platten sind inzwischen entfernt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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