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Kölner Dreigestirn will bald wieder Menschen in Arm nehmen

Karneval nach Corona  

Kölner Dreigestirn will bald wieder Menschen in den Arm nehmen

16.02.2021, 16:25 Uhr | dpa

Kölner Dreigestirn will bald wieder Menschen in Arm nehmen. Das Kölner Dreigestirn: Prinz, Bauer und Jungfrau sind während des Kölner Karnvels das närrische Aushängeschild der Stadt. (Quelle: dpa/Marius Becker)

Das Kölner Dreigestirn: Prinz, Bauer und Jungfrau sind während des Kölner Karnvels das närrische Aushängeschild der Stadt. (Quelle: Marius Becker/dpa)

Wegen der Corona-Pandemie fielen in diesem Jahr die meisten Karnevalsveranstaltungen aus. Das Kölner Dreigestirn bleibt deswegen für ein weiteres Jahr im Amt und will dann das nachholen, was in dieser Saison nicht ging.

Das Kölner Dreigestirn will in der nächsten Karnevalssaison wieder Menschen in den Arm nehmen. Jungfrau Gerdemie, dargestellt von Björn Braun, sagte am Dienstag, eine Situation aus den vergangenen Wochen in einem Seniorenheim habe sich ihr geradezu eingebrannt.

"Da saß eine ältere Dame im Rollstuhl, die zu mir sagte: 'Es ist so schön, dass ihr da seid. Ich vermisse den Karneval so sehr. Darf ich Ihre Hand drücken?' Ich wünsche mir für die nächste Session, dass ich in diesem Moment nicht darüber nachdenken muss, ob das jetzt mit den Corona-Regeln in Einklang zu bringen ist und ob ich der Dame sagen muss: "Nee, tut mir leid, das geht nicht.'"

"Mehr als Prunk und Glanz"

Zusammen mit dem Prinz und dem Bauern wolle sie wieder ein "Dreigestirn zum Anfassen" sein, sagte die Jungfrau, die traditionell von einem Mann verkörpert wird. Das Dreigestirn wird erstmals in der 200-jährigen Geschichte des Kölner Verbandskarnevals zwei Jahre lang im Amt bleiben. Dieses Jahr waren wegen der Corona-Pandemie die meisten Veranstaltungen wie Sitzungen und Karnevalszüge ausgefallen.

Durch die wenigen direkten Begegnungen, die überwiegend sozialen Charakter gehabt hätten, sei jedoch deutlich geworden, dass Karneval "mehr ist als Prunk und Glanz", sagte Prinz Sven I. Präsident Christoph Kuckelkorn sagte, der Karneval habe durch die Entbehrungen der Pandemie an Tiefe gewonnen, was hoffentlich für die Zukunft bewahrt werden könne.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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