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Köln: Freispruch nach Schüssen in Arztpraxis

Im Wahn gehandelt  

Freispruch nach Schüssen in Kölner Arztpraxis

02.03.2021, 08:49 Uhr

Köln: Freispruch nach Schüssen in Arztpraxis. Eingang am Kölner Landgericht an der Luxemburger Straße (Archivbild): Eine Frau wurde nun freigesprochen, nachdem sie in einer Arztpraxis mit einer Schreckschusspistole schoss. (Quelle: imago images/Future Image)

Eingang am Kölner Landgericht an der Luxemburger Straße (Archivbild): Eine Frau wurde nun freigesprochen, nachdem sie in einer Arztpraxis mit einer Schreckschusspistole schoss. (Quelle: Future Image/imago images)

Nachdem eine Frau vergangenen Mai mit einer Schreckschusspistole in einer Kölner Arztpraxis um sich schoss, wurde sie nun vom Landgericht freigesprochen. Sie sei psychisch krank und habe im Wahn gehandelt.

Im vergangenen Mai hatte eine 44-Jährige Kölnerin mit einer Schreckschusspistole auf die Sprechstundenhilfe in einer Arztpraxis am Neumarkt geschossen. Dabei habe sie Todesdrohungen ausgestoßen. Das Kölner Landgericht hat die Frau nun freigesprochen. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". 

Begründet wird der Freispruch mit Schuldunfähigkeit, da der Frau eine paranoide Schizophrenie attestiert wurde. Im Verfahren ging es vorrangig darum, ob die Frau als Gefahr für die Allgemeinheit gilt und daher dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden muss. Ja und nein, hieß die Antwort darauf, der Richter setzte die mögliche Unterbringung zur Bewährung aus. Drei Jahre lang müsse die Frau streng kontrolliert werden und regelmäßig eine psychiatrische Tagesklinik besuchen. 

Schüsse wegen langer Wartezeit

Weil die Sprechstundenhilfe durch die Schüsse ein Knalltrauma erlitten hatte, lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft zunächst auf gefährliche Körperverletzung. Letztlich blieb es bei Fahrlässigkeit, da der Angeklagten laut Verteidigung solche Folgen durch Platzpatronen nicht bewusst gewesen seien.

Dass die Frau überhaupt eine Waffe bei sich trug, begründete sie damit, sich an besagtem Tag wahnhaft bedroht gefühlt zu haben. Weil sie in der Praxis aus ihrer Sicht zu lange habe warten müssen, habe sie auf die Sprechstundenhilfe geschossen. Diese verbarrikadierte sich dann mit der Ärztin im Behandlungsraum. 

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