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NRW: Sogenannt "Lolli-Tests" bald an allen Grundschulen im Land

Nach erfolgreichem Pilotprojekt  

Kölner "Lolli-Tests" bald an allen Grundschulen in NRW

04.05.2021, 13:11 Uhr | dpa, fas

NRW: Sogenannt "Lolli-Tests" bald an allen Grundschulen im Land. Ein Schüler macht einen Coronatest im Klassenzimmer (Symbolbild): Ab kommendem Montag kommt in allen Grundschulen in NRW das sogenannte "Lolli-Verfahren zum Einsatz. (Quelle: Eibner)

Ein Schüler macht einen Coronatest im Klassenzimmer (Symbolbild): Ab kommendem Montag kommt in allen Grundschulen in NRW das sogenannte "Lolli-Verfahren zum Einsatz. (Quelle: Eibner)

Deutlich sicherer als ein gewöhnlicher Schnelltest soll er sein: Ab kommenden Montag sollen Grund- und Förderschüler in ganz NRW mit dem sogenannten "Lolli-Test" auf das Coronavirus untersucht werden. Das Verfahren war zuvor in Köln ausprobiert worden.

Ab dem 10. Mai sollen die Kinder an allen Grund- und Förderschulen in NRW zwei Mal pro Woche mit einem sogenannten "Lolli-Test" auf das Coronavirus untersucht werden. Das hat das Schulministerium in einer E-Mail an alle Einrichtungen mitgeteilt. Das hat auch Folgen für die Organisation des Wechsel-Unterrichts.

Im Gegensatz zu Schnelltests werden die "Lolli-Tests", bei denen die Kinder einen Tupfer durch den Mund rollen, im Labor untersucht und sind genauer. Allerdings werden die Tests als Pool vorgenommen: Die Tests einer Gruppe werden zusammen untersucht – ist das Ergebnis positiv, müssen alle Betroffenen noch mal getestet werden, um den oder die Infizierten zu finden. An fast 3.800 Schulstandorten sollen täglich rund 35.000 Pooltestungen stattfinden.

Wie aus der Schulmail hervor geht, dürfen Schüler aus dem jeweiligen Pool erst mit negativem PCR-Test zurück in die Schule. Vorher sind sie in Quarantäne. Der Wechsel-Unterricht muss laut Ministerium überall so stattfinden, dass die Kinder jeweils einen Tag zu Hause und dann wieder in der Schule sind. Binnen zwei Wochen kommt so jeder Schüler auf fünf Präsenztage.

Verfahren stammt aus Köln

Das Verfahren war in einem Pilotprojekt in Köln von Stadt und Uniklinik an 22 Schulen im März getestet worden – mit Erfolg. Die Tests wurden als sicherer und zudem kostengünstiger bewertet. Nach den Osterferien hatte die Stadt die Lolli-Tests auch auf Schulen in der Stadt ausgeweitet. Allerdings durften sie nur zusätzlich zum verpflichtenden Schnelltest des Landes angeboten werden, weshalb sich weniger Schulen beteiligt hatten.

Die bereits NRW-weit ausgelieferten beziehungsweise bestellten Schnelltests – die durch die Lolli-Methode für Schüler überflüssig werden – sollen die Schulen zunächst aufbewahren. Die Lehrer werden weiter damit getestet. Die übrig geblieben Sets sollen woanders eingesetzt werden.

Verwendete Quellen:

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