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Vermisste Yolanda Klug aus "Aktenzeichen XY": Vater äußert sich

Von dpa, pb

Aktualisiert am 01.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Vermisste Yolanda Klug in Leipzig: Ihr rätselhaftes Verschwinden war Thema in "Aktenzeichen XY".
Vermisste Yolanda Klug: Ihr rätselhaftes Verschwinden war Thema in "Aktenzeichen XY". (Quelle: Polizei Sachsen)
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Seit mehr als 1.000 Tagen ist eine Leipzigerin verschwunden. Ihr rätselhafter Fall wird im TV besprochen – und ihr Vater reagiert auf Scientology-Gerüchte.

Am Tag nach der Ausstrahlung von "Aktenzeichen XY" haben die Ermittler, die seit fast drei Jahren nach der vermissten Yolanda Klug suchen, nur wenige neue Hinweise erhalten. Nach der Sendung am Mittwochabend seien bei der Polizeidirektion Leipzig bis zum Morgen etwa 15 Hinweise eingegangen, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Diese müssten nun ausgewertet werden. "Eine heiße Spur war bislang aber nicht dabei", betonte der Sprecher.

In einem kurzen Film war in der Sendung mit Moderator Rudi Cerne das rätselhafte Verschwinden der Studentin aus Leipzig besprochen worden. Bei ihrem Verschwinden am 25. September 2019 war sie 23 Jahre alt. Die Polizei hatte in mehreren Großeinsätzen in Sachsen und Sachsen-Anhalt nach ihr gesucht.

Ein Fährtenhund hatte die Polizei bis zur Burg Giebichenstein geführt. Dort hatte sich die junge Frau mit einer Freundin auf einer Hochschulveranstaltung treffen wollen. Zu diesem Treffen kam es nach Polizeiangaben aber nicht. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Frau Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Eine Rolle beim Verschwinden der jungen Frau könnte die Sekte Scientology spielen: Wie mehrere Medien berichten, soll Yolanda Klug in Kontakt mit Mitgliedern der Sekte gestanden haben, wohl auch mehrere Kurse belegt haben.

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Yolanda Klug aus "Aktenzeichen XY": Vater reagiert auf Scientology-Gerüchte

Der Vater der Vermissten sagte der "Leipziger Volkszeitung" (LVZ), er selbst wolle sich nicht zu seinem Glauben äußern – mit Yolandas Verschwinden habe die Sekte aber nichts zu tun: "Da wird niemand verfolgt oder irgendwo festgehalten."

Aus Behördenkreisen will die Zeitung erfahren haben, dass Yolandas Mutter zumindest zeitweise Mitglied in der Sekte gewesen sein soll. Ein Polizeisprecher sagte der "LVZ", dass man den "Wechsel des Glaubens" der jungen Frau in die Ermittlungen einbezogen habe, weil ansonsten in dem Fall bislang kein "konkretes Motiv" entdeckt worden sei.

Vermisste inzwischen seit mehr als 1.000 Tagen aus Leipzig verschwunden

Klug hatte am 25. September 2019 ihre Wohngemeinschaft in der Leipziger Körnerstraße verlassen – und ist seitdem nie wieder aufgetaucht. Freunde und Verwandte vermissen die junge Frau nun seit mehr als 1.000 Tagen.

Die Vermisste ist etwa 1,65 Meter groß, hat blaue Augen und trug zum Zeitpunkt ihres Verschwindens dunkelblondes, glattes Haar. Besonders auffällig seien an ihrem Aussehen zudem einige Muttermale im Gesicht, ihre "markanten Schneidezähne" sowie ein Nasenpiercing.

Zeugen, die sich an die junge Frau erinnern können, sollen sich bei der Polizeidirektion Leipzig unter der Telefonnummer 0341 966-46666 melden.

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Von Pia Siemer
Ein Kommentar von Andreas Raabe, Leipzig
Aktenzeichen XYPolizei

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