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Coffee-to-go mit gutem Gewissen: Ein Jahr Pfandbecher

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Coffee-to-go mit gutem Gewissen: Ein Jahr Pfandbecher

16.10.2019, 05:58 Uhr | dpa

Coffee-to-go mit gutem Gewissen: Ein Jahr Pfandbecher. Ein Recup-Becher wird in einem Cafe befüllt

Ein Recup-Becher wird in einem Cafe befüllt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Auf dem Weg zur Arbeit, in der Pause oder zwischen zwei Terminen: Der schnelle Kaffee unterwegs gehört für viele zum Alltag. Für die Umwelt ist das problematisch. Einwegbecher verursachen laut einer Untersuchung des Bundesumweltministeriums jährlich 28 000 Tonnen Abfall. Initiativen in ganz Deutschland wollen dagegen vorgehen - mit wiederverwendbaren Kaffeebechern.

Die beste Variante fürs Kaffeetrinken sei zwar immer noch "Hinsetzen und Genießen", sagt Christoph Lauwigi vom Umweltverband BUND. Aber auch Mehrwegbecher seien ein "wirkungsvolles Instrument zur Müllvermeidung". Vor einem Jahr hatte die Leipziger Regionalgruppe des BUND die Kampagne "Recycling2go" ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Weniger Einwegbecher. Projektpartner ist die Recup GmbH mit Sitz in München, die ein deutschlandweites Pfandsystem für Kaffeebecher etabliert hat.

Die sogenannten Recups gibt es gegen Pfand bei teilnehmenden Cafés und Bäckereien. Nach dem Gebrauch ist eine Abgabe der Becher bei allen mitmachenden Läden möglich. Über 2000 Recup-Partner gibt es nach Angaben des Unternehmens in ganz Deutschland. Auch Cafés und Bäcker in Dresden, Erfurt und Chemnitz sind dabei. Meist seien es die Städte selbst, die mit Recup in Verbindung treten, "um ihren Umweltschutz zu verbessern", sagt Steffi Mühleder aus dem Recup-Marketing-Team.

Wer in Leipzig nicht auf den schnellen Kaffee unterwegs verzichten möchte, kann sich an mittlerweile 47 Ausgabestellen einen Mehrwegbecher besorgen. Sebastian Gerstenhöfer, BUND-Projektleiter von "Recycling2go", ist mit dieser Zahl zufrieden. Das Ziel von 30 Stellen sei sogar übertroffen worden. Auch bekannte Gastronomiebetriebe gehören zu den Projektpartnern. Nach Angaben von Lukas Grieser, Geschäftsführer von Lukas Bäker, zählt sein Unternehmen mittlerweile rund 1500 Recup-Kunden. Die Resonanz sei positiv. Warum er beim Projekt mitmacht? "Weil wir als Unternehmer eine ökologische Verantwortung tragen."

Ähnlich sieht das Eckehart Grundmann, Inhaber des Café Grundmann und der Pâtisserie Maître in der Leipziger Südvorstadt: "Ich mache aus der Überzeugung mit, die Welt so ein kleines bisschen zu verbessern." Zwar seien die Einnahmen im Bereich Coffe-to-go zurückgegangen, er stehe aber trotzdem zu dem Projekt: "Die Umwelt ist mir da wichtiger." Grundmann hofft, dass "Recycling2go" künftig noch bekannter wird.

Auch der BUND schaut zuversichtlich in die Zukunft. Im Mai beschloss die Stadt Leipzig "Recycling2go" mit 27 300 Euro zu unterstützen. Zudem soll eine Beratungsstelle des BUND für Gastronomiebetriebe entstehen, die über die Vermeidung von Verpackungsmüll aufklärt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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