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Zeitgeschichtliches Forum untersucht Ängste der Deutschen

Leipzig  

Zeitgeschichtliches Forum untersucht Ängste der Deutschen

17.10.2019, 12:56 Uhr | dpa

Zeitgeschichtliches Forum untersucht Ängste der Deutschen. Ausstellung "Angst. Angst. Eine deutsche Gefühlslage?"

Journalisten sitzen in der Pressekonferenz zu der Ausstellung "Angst. Eine deutsche Gefühlslage?". Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Ist Angst ein typisch deutsches Gefühl? Der Frage spürt die Ausstellung "Angst. Eine deutsche Gefühlslage?" im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig nach, die am Donnerstag eröffnet werden sollte. "Angstkonjunkturen haben in Deutschland eine hohe Intensität", sagte Ausstellungsmacherin Judith Kruse vor der Eröffnung. Denn kollektive Ängste kehrten immer wieder - etwa Angst vor Zuwanderung, Atomkriegen, Umweltzerstörung sowie die Angst vor dem Ausspähen von Daten. Diesen vier Themenkomplexen widmet sich die Schau multimedial.

Gezeigt werden etwa Zeitungstitel aus der sogenannten Asylkrise Anfang der 1990er Jahre sowie von 2015. Auch eine Pistole "Migrantenschreck", die während der sogenannten Flüchtlingskrise vor vier Jahren online verkauft wurde, ist zu sehen. Zudem greift die Ausstellung Proteste gegen das Waldsterben in Ost- und Westdeutschland auf.

Unterschieden hätten sich die Ängste in DDR und Bundesrepublik insofern, als dass die Menschen im Westen ihre Ängste frei artikulieren konnten, erklärte der Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums, Jürgen Reiche. Im Osten gehörte hingegen viel Mut dazu, gegen eine atomare Aufrüstung zu protestieren. Dennoch gab es Protestaktionen.

Die Ausstellung behandelt die Entstehung von Ängsten sowie ihr Wirken in die Gesellschaft hinein. "Wir wollen zu einer ausgewogenen Diskussion beitragen", so Reiche. Es gehe dem Museum nicht um die "Berichtigung der Ängste". Wenn die Politik keine Antworten auf Ängste finde, so Reiche, dann würden die Themen immer wieder aufploppen. Die Schau ist bis zum 10. Mai zu sehen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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