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Studie: Lehrer wünschen sich mehr sexuelle Bildung

Leipzig  

Studie: Lehrer wünschen sich mehr sexuelle Bildung

25.11.2019, 12:19 Uhr | dpa

Im Lehramtsstudium kommt sexuelle Bildung nach Einschätzung vieler Lehrer und Studierender zu kurz. In einer Studie der Hochschulen Merseburg und Leipzig gaben nur acht Prozent der Befragten an, dass sie in ihrem Studium mit Inhalten zur Prävention sexualisierter Gewalt in Berührung kamen. "Das ist tatsächlich sehr überschaubar und da muss einiges passieren", sagte Studienleiter Heinz-Jürgen Voß am Montag in Leipzig bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Die Studie wurde als Reaktion auf die Aufdeckung von Missbrauchsskandalen an Schulen und kirchlichen Einrichtungen aufgelegt. Sie wurde vom Bundesbildungsministerium im Rahmen des Projektes "Sexuelle Bildung für das Lehramt" gefördert. Befragt wurden 2771 Lehrkräfte und Studierende, vor allem in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Zahlen deckten sich mit Ergebnissen aus anderen Bundesländern, sagte Voß.

Die ganz überwiegende Mehrheit der Befragten ist der Ansicht, dass Lehrkräfte sich intensiv mit den Themen der sexualisierten Gewalt auseinandersetzen sollten. 94 Prozent stimmten dieser Aussage zu. Dass dies im Studium thematisiert werden sollte, fanden 97 Prozent der Befragten. "Die Lehrkräfte sind unbedingt daran interessiert, diese Kompetenzen zu haben", sagte Voß.

Die Studie habe jedoch deutlich gezeigt, dass die Lehrer die Kompetenz oft noch nicht hätten, sagte Projektbeirat Jürgen Wolfgang Stein. Diese Lücke in der Aus- und Weiterbildung müsse geschlossen werden. "Ich sage: Kompetente Lehrer, sichere Kinder."

Die Forscher planen, Module zur sexuellen Bildung und zur Prävention zu entwickeln. In einem Pilotprojekt sollen diese 2020 in die Lehrerausbildung an der Universität Leipzig übernommen werden. Weitere Hochschulen sollten nach Möglichkeit folgen, sagte Voß.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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