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Slapstick ohne Folgen: Labbadia setzt weiter auf Jarstein

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Slapstick ohne Folgen: Labbadia setzt weiter auf Jarstein

27.05.2020, 20:32 Uhr | dpa

Slapstick ohne Folgen: Labbadia setzt weiter auf Jarstein. Timo Werner und Jordan Torunarigha

Timo Werner von Leipzig in Aktion gegen Jordan Torunarigha von Hertha (l-r). Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/Pool/dpa (Quelle: dpa)

Ein wenig fühlte man sich bei Rune Jarstein an den Cottbuser Torwart Tomislav Piplica und sein verrücktes Kopfball-Eigentor aus dem Jahr 2002 erinnert. Auch Jarstein wollte einen eigentlich harmlosen Ball nur festhalten, boxte ihn sich beim 2:2 von Hertha BSC bei RB Leipzig dann letztlich selbst zur zwischenzeitlichen Führung der Gastgeber ins Tor. Piplica hatte damals gegen Mönchengladbach den Kopf nutzen wollen, was aber zum legendärsten Eigentor der Fußball-Bundesliga führte.

Für Piplica - der übrigens fast gegenüber der Red Bull Arena wohnt - blieb der Fauxpas sportlich folgenlos. Und auch Jarstein muss nicht um seinen Stammplatz bangen. "Das Ding ist erledigt für uns", sagte Hertha-Trainer Bruno Labbadia. "Jede Sekunde, die wir damit noch verbringen, nimmt uns wichtige Zeit für das nächste Spiel." Der Coach hatte den Fehler seines Torwarts direkt nach dem Spiel in der Kabine angesprochen.

Eine Erklärung für den Patzer wollte der Trainer aber nicht. Denn die hatte nicht mal Jarstein selbst parat. "Ich weiß nicht, was genau passiert ist. Das war bitter. Ich habe einen ekligen Ball gehalten und ihn mir dann selbst reingeschlagen", sagte der Norweger. Den nur halbwegs gefährlichen Schuss von Patrik Schick in der 68. Minute sollte Jarstein eigentlich gut zu packen kriegen. Doch der Ball machte sich selbstständig und mit einem ausholenden Reflex bugsierte der Keeper ihn über die Linie.

Sein Leipziger Gegenüber Peter Gulacsi fühlte mit. "Das war einfach sehr unglücklich. Er weiß selbst, dass er den halten muss. Ich bin aber sicher, dass er Hertha noch viele Punkte retten wird", sagte der ungarische Nationaltorwart.

Und Labbadia machte in seiner Ansprache ohnehin die Zeit nach dem Jarstein-Patzer zum Thema. "Was ich am meisten herausgestellt habe, war die Reaktion der Mannschaft nach dem Tor", berichtete Labbadia. Die habe gezeigt, wie intakt die Mannschaft sei. Und Maximilian Mittelstädt ergänzte: "Rune hat uns oft den Arsch gerettet. Den Ausgleich haben wir für ihn gemacht." Krzysztof Piątek (82.) sorgte per Elfer für den Endstand. Zuvor hatte Lukas Klostermann (24.) die Berliner Führung durch Marko Grujic (10.) ausgeglichen.

Labbadia stellte klar, dass Jarstein auch künftig im Tor der Hertha stehen wird. Schließlich zeigte der 35-Jährige ansonsten eine starke Leistung und hat großen Anteil daran, dass die Hertha mit sieben Punkten aus drei Spielen aus der Corona-Pause gekommen ist.

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