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Coach Labbadia: Jarstein "braucht sich keinen Kopf machen"

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Coach Labbadia: Jarstein "braucht sich keinen Kopf machen"

28.05.2020, 14:05 Uhr | dpa

Coach Labbadia: Jarstein "braucht sich keinen Kopf machen". Rune Jarstein (L), Torwart von Hertha, grüßt Dedryck Boyata

Rune Jarstein (L), Torwart von Hertha , gibt die Faust mit seinem Teamkollegen Dedryck Boyata. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/Pool/dpa (Quelle: dpa)

Bruno Labbadia weiß, was ein Torwart nach so einer Slapstick-Einlage vor allen Dingen braucht: Zuspruch. Auch nach der Rückkehr nach Berlin stärkte der Coach von Hertha BSC seiner Nummer eins den Rücken. "Der braucht sich keinen Kopf machen", sagte Labbadia am Donnerstag bei einer Video-Pressekonferenz. Der 54 Jahre alte neue Coach weiß auch, was die gesamte Hertha braucht: Geschlossenheit nach Monaten, die von Trainerwechseln und Unruhe geprägt waren. Und Labbadias Ansatz geht bisher voll auf.

Drei Spiele absolvierte Hertha in der Bundesliga unter seiner Führung: keines ging verloren, zwei Siege und am Mittwochabend das respektable 2:2 beim Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig. "Im Nachhinein war es sicherlich richtig, dass wir diese Entscheidung vorgezogen haben", betonte Manager Michael Preetz am Donnerstag mit Blick auf die Trainer-Personalie und lobte auch die Fitness der Mannschaft.

Labbadia lobte wiederum die Einstellung der Spieler. "Die Mannschaft hat bedingungslos umgesetzt, was wir wollten." Eine Bedingung in der Zusammenarbeit des ehemaligen Profis mit seinem neuen Team: "Wir haben auch keinen Bock mit Leuten zu arbeiten, die keine Lust auf Fußball haben." Die ist bei den Herthanern aber seit Labbadia wieder zurück. Und mit ihr der Erfolg.

Platz zehn in der Tabelle mit 35 Punkten. Acht Zähler beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang, vier Punkte sind es mit Blick auf einen möglichen europäischen Wettbewerb. Auch wenn er es im Zusammenhang mit der Torwartposition in der nächsten Situation sagte, dürfte bei Labbadia auch beim Blick auf das Tableau nur eines gelten: "Wir sind nur auf das jetzt fokussiert." Die Partie in Leipzig sei eine gute Standortbestimmung zum aktuellen Zeitpunkt gewesen.

Der Positiv-Trend soll anhalten. An diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Augsburg, der ebenfalls mit neuem Trainer - Heiko Herrlich - und vier Punkten Rückstand auf Hertha anreist. Im Tor der Hertha wird wieder Jarstein stehen. "Er soll seine Qualitäten reinwerfen und ich bin mir sicher, dass er das am Samstag auch machen wird", sagte Labbadia.

Dennoch hatte man sich ein wenig an den Cottbuser Torwart Tomislav Piplica und sein verrücktes Kopfball-Eigentor aus dem Jahr 2002 erinnert, als Jarstein der Fehler passiert war. Auch Jarstein wollte einen eigentlich harmlosen Ball nur festhalten, boxte ihn sich dann letztlich selbst zur zwischenzeitlichen Führung der Gastgeber ins Tor. "Ich weiß nicht, was genau passiert ist. Das war bitter. Ich habe einen ekligen Ball gehalten und ihn mir dann selbst reingeschlagen", sagte Jarstein.

Die Mitspieler bügelten den Patzer aus. "Was ich am meisten herausgestellt habe, war die Reaktion der Mannschaft nach dem Tor", berichtete Labbadia. Die habe gezeigt, wie intakt die Mannschaft sei. Und Maximilian Mittelstädt ergänzte: "Rune hat uns oft den Arsch gerettet. Den Ausgleich haben wir für ihn gemacht." Krzysztof Piątek (82.) sorgte per Elfer für den Endstand. Zuvor hatte Lukas Klostermann (24.) die Berliner Führung durch Marko Grujic (10.) ausgeglichen.

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