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Fjörtoft: Sörloth braucht "dieses verdammte erste Tor"

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Fjörtoft: Sörloth braucht "dieses verdammte erste Tor"

27.11.2020, 09:21 Uhr | dpa

Fjörtoft: Sörloth braucht "dieses verdammte erste Tor". Leipzigs Alexander Sörloth (M) steht auf dem Platz

Leipzigs Alexander Sörloth (M) steht auf dem Platz. Foto: Martin Meissner/Pool AP/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Temperaturen um den Gefrierpunkt, dazu eine eisige Brise aus Nordost: Folgt man gewissen Klischees sind die äußeren Bedingungen für den Norweger Alexander Sörloth am Samstag (15.30 Uhr/Sky) nahezu perfekt, um endlich sein erstes Tor für RB Leipzig zu erzielen. Es fehlt im Prinzip nur der Schnee. Dazu kommt in Arminia Bielefeld ein Gegner mit sechs Niederlagen in Serie, so dass man sich fragen kann, gegen wen Sörloth denn treffen wolle, wenn nicht gegen den Aufsteiger.

"Sein Start bei uns war nicht so prickelnd und vielleicht kommt der Spieler da ins Grübeln", sagte Trainer Julian Nagelsmann am Freitag und betonte, dass es in erster Linie an Sörloth selbst liegt. "Es gibt einfach Stellschrauben, an denen er selbst drehen kann, was nichts mit Taktik zu tun hat. Das muss er schleunigst umsetzen. Als Stürmer ist es vom Prinzip her einfach: Wenn man trifft, platzt meistens der Knoten."

Für 20 Millionen Euro eiste Leipzig den norwegischen Nationalspieler nach wochenlangen Verhandlungen von Eigentümer Crystal Palace und Leih-Club Trabzonspor los. Die Marketing-Abteilung des Clubs feierte den Hünen leicht überdreht als "König des Nordens", man feierte, als hätte man sich einen deutlich besseren Spieler als den abgewanderten Fan-Liebling Timo Werner geangelt.

Allein den Nachweis blieb Sörloth bisher schuldig. Chancen hatte er zuhauf - allerdings nicht vor dem Tor, sondern Einsatzmöglichkeiten von Trainer Nagelsmann. "Natürlich erhofft man sich immer das Maximale, dass ein Spieler schnell zurecht kommt und an seine Torquote anknüpfen kann", sagte der 33-Jährige.

Doch in bisher neun Spielen für Leipzig hat der 24-Jährige weder Tor noch Vorlage in der Statistik stehen. Erst unter der Woche warb Sportdirektor Markus Krösche erneut um Geduld. Es sei schwierig, die neuen Spieler zu integrieren, wenn man kaum Training habe. "Sie werden noch sehr, sehr wertvoll für uns werden", betonte Krösche auch mit Blick auf die anderen offensiven Fehlzündungen Hee-chan Hwang und Justin Kluivert.

Dass der Fokus so sehr auf Sörloth liegt, mag zum einen daran liegen, dass er eben als Königstransfer in Sachsen eingeflogen ist. Und womöglich auch daran, dass sein Landsmann Erling Haaland einen Leipzig-Transfer abgelehnt hatte und nun für Dortmund Tore im Akkord produziert. Norwegens früherer Stürmer-Star Jan-Åge Fjörtoft leidet mit Sörloth. "Alexander braucht einfach dieses verdammte erste Tor! Ich kann nicht in den Kopf von ihm reinschauen. Aber ich kann mir vorstellen, was in ihm vorgeht", sagte Fjörtoft der "Bild" (Freitag) und gab sich optimistisch: "Leipzig hat Potenzial in ihm gesehen. Und das wird Julian Nagelsmann aus ihm herausholen."

Die für Sörloth gezahlte Ablösesumme von 20 Millionen Euro sieht Fjörtoft auch als hemmenden Faktor. Der 53-Jährige zog Parallelen zu seiner eigenen Karriere. "Ich bin 1993 in die Premier League gegangen und war für meinen Club Swindon Town damals der teuerste Spieler aller Zeiten. Das war schon ein Rucksack. Da denkst du vielleicht zuviel nach. Nach ein, zwei vergebenen Chancen denkst du, du triffst nie das Tor", sagte der 71-malige Nationalspieler.

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