Sie sind hier: Home > Regional > Leipzig >

Land braucht Tausende Altenpfleger: Anwerbungen im Ausland

Wachsender Fachkräftemangel  

Sachsen fehlen Tausende Altenpfleger – Auslands-Anwerbungen

07.03.2021, 13:20 Uhr | dpa

Land braucht Tausende Altenpfleger: Anwerbungen im Ausland. Ein Altenpfleger hält in einem Pflegeheim die Hand einer Frau (Symbolbild): Bisher hat nur jeder 27. Beschäftigte in der sächsischen Altenpflege keine deutsche Staatsbürgerschaft. (Quelle: dpa/Sebastian Kahnert)

Ein Altenpfleger hält in einem Pflegeheim die Hand einer Frau (Symbolbild): Bisher hat nur jeder 27. Beschäftigte in der sächsischen Altenpflege keine deutsche Staatsbürgerschaft. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa)

Das Land Sachen braucht Tausende neue Beschäftigte in der Altenpflege. Fachkräfte aus dem Ausland sollen Abhilfe schaffen – doch es muss sich noch mehr tun.

Pflegeheime und Pflegedienste in Sachsen haben immer größere Probleme, freie Stellen zu besetzen. 2020 kamen nach Daten der Bundesagentur für Arbeit auf 130 arbeitslos gemeldete Altenpfleger im Freistaat 974 freie Stellen. So habe es im Schnitt mehr als ein halbes Jahr gedauert, bis eine Stelle besetzt wurde, teilte die Regionaldirektion auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Chemnitz mit.

Der Trend wird sich wohl noch verstärken. Zum einen steigt die Zahl der Pflegebedürftigen wegen der alternden Bevölkerung, zum anderen gehen ältere Fachkräfte in Rente, ohne dass ausreichend junge Männer und Frauen in der Pflege nachrücken. Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung werden allein durch den Anstieg bei den Pflegebedürftigen bis 2030 mehr als 21.000 zusätzliche Pflegekräfte in Sachsen gebraucht.

Ausländische Fachkräfte sollen helfen

"Der Pflegesektor in Sachsen ist trotz gleichbleibend hoher Ausbildungszahlen in der Pflege – circa 1.600 Anfänger pro Jahr – durch einen zunehmenden Fachkräftemangel gekennzeichnet", konstatiert das Sozialministerium in Dresden. Helfen könnten den Angaben nach etwa Fachkräfte aus dem Ausland. Dazu würden in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit "koordinierte Strukturen" aufgebaut. So hätten beispielsweise im Juli zehn mexikanische Pflegekräfte ihre Anerkennung erhalten und seien in verschiedenen Einrichtungen tätig.

Der Anteil ausländischer Altenpfleger ist in Sachsen vergleichsweise gering. Bundesweit hat gut jeder zehnte Beschäftigte in der Branche keine deutsche Staatsbürgerschaft, in Sachsen ist es nur etwa jeder 27., wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht.

Fachkräftesicherung sei zuallererst Aufgabe der Betriebe, heißt es bei der Agentur. Dabei seien auch Umschulungen eine Option. Von 2013 bis 2019 hätten in Sachsen 3.800 Menschen eine Umschulung zum Altenpfleger begonnen, die finanziell gefördert wurde. Zudem muss nach Ansicht der Experten bei Schülern mehr für den Pflegeberuf geworben und diese Arbeit attraktiver werden. Dazu gehörten altersgerechte Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, die sich mit der Betreuung von Kindern vereinbaren lassen, und eine bessere Bezahlung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal