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Kein Pokal-Poker: Leipzig experimentiert nicht in Dortmund

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Kein Pokal-Poker: Leipzig experimentiert nicht in Dortmund

06.05.2021, 14:58 Uhr | dpa

Kein Pokal-Poker: Leipzig experimentiert nicht in Dortmund. Julian Nagelsmann

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Julian Nagelsmann will nicht pokern. Deshalb verzichtet der Trainer von RB Leipzig am Samstag bei Borussia Dortmund auch auf große Experimente - ungeachtet des Finalduells der beiden Teams im DFB-Pokal fünf Tage später. "Wir werden den Plan durchziehen, den wir die ganze Saison gespielt haben. Sonst würde es den Rhythmus vom Team nehmen und die Spieler zu arg verunsichern, was nicht wirklich sinnvoll ist", sagte Nagelsmann am Donnerstag. Natürlich wird er nicht alle Karten auf den Tisch legen, aber etwas tatsächlich überraschendes sollte man auch nicht erwarten.

Das sagte Nagelsmann sogar ganz offen in Richtung von BVB-Trainer Edin Terzic. "Ich kann Edin den Tipp geben, dass wir nichts machen werden, was wir noch nie gemacht haben. Wir wollen das Spiel gewinnen." Es gebe nicht allzu viel Spielraum für Experimente. Allerdings dürfte Nagelsmann noch wurmen, dass man im Hinspiel in der Fußball-Bundesliga trotz großer Überlegenheit in der ersten Hälfte noch 1:3 verlor.

Sportlich ist die Situation für den BVB deutlich brisanter als für RB. Leipzig genügt ein Punkt, um den erneuten Einzug in die Champions League auch rechnerisch perfekt zu machen. Dortmund ist dagegen nur Fünfter und muss einen Punkt auf die viertplatzierten Frankfurt aufholen. Gelingt dies schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky), könnte das laut Nagelsmann sogar Einfluss auf das Pokal-Endspiel (20.45 Uhr/ARD und Sky) haben. "Jedes Spiel macht etwas mit der Psyche. Der BVB dürfte dann mit einem ganz anderen Gefühl in das Finale gehen, wenn sie wieder alles in der eigenen Hand haben", betonte der 33-Jährige.

Die Reise nach Dortmund tritt RB ohne Christopher Nkunku und Tyler Adams an. Beide Profis werden von Rückenproblemen ausgebremst, selbst ihr Einsatz im Pokal ist fraglich. Zudem sind einige Spieler leicht angeschlagen. "Wir werden niemanden schonen, der gesund ist", betonte Nagelsmann. Die Aussage bietet dennoch Spielraum für etwas Veränderung in der Startaufstellung.

Gedankenspiele, dass es in einem Duell mit Dortmund eigentlich auch immer darum geht, wer hinter Nagelsmanns künftigem Arbeitgeber Bayern München die Nummer zwei in Fußball-Deutschland ist, wischte der Coach beiseite. "Da mache ich mir nullkommanull Gedanken drüber", sagte Nagelsmann. Er führte an, dass noch weitere Parameter als schlicht die Tabellenkonstellation herangezogen werden müssten. "Beim Status und Etat sind wir nicht die Nummer zwei."

Die einzigen Gedanken, die sich Nagelsmann macht, betreffen den Punkt, wie er seine Mannschaft körperlich und moralisch in Bestform zum Pokalfinale führen kann. Vor allem in Sachen Stimmung warten einige Entscheidungen auf ihn. So bot Benjamin Henrichs in Bremen nach seiner Leistung eine vorzügliche Leistung als linken Verteidiger. Allerdings ist dort der nicht gerade pflegeleichte Spanier Angeliño gesetzt.

Ebenfalls unglücklich über einen erneuten Bankplatz dürfte Emil Forsberg sein. Der skandinavische Feingeist schoss RB erst mit seinem Treffer ins Endspiel, was mit gewissen Ansprüchen verbunden sein dürfte. Der Ausfall von Nkunku könnte diese Baustelle aber sozusagen von allein schließen.

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