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Hackerangriff auf Krankenhäuser und DRK-Einrichtungen

Rheinland-Pfalz und Saarland  

Hackerangriff auf Krankenhäuser und DRK-Einrichtungen

17.07.2019, 17:51 Uhr | dpa

Hackerangriff auf Krankenhäuser und DRK-Einrichtungen. Cyberangriff: Mehrere Krankenhäuser und DRK-Einrichtungen wurden von Hackern angegriffen. (Quelle: imago images/Science Photo Library)

Cyberangriff: Mehrere Krankenhäuser und DRK-Einrichtungen wurden von Hackern angegriffen. (Quelle: Science Photo Library/imago images)

Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Rheinland-Pfalz und im Saarland sind von einem Cyberangriff betroffen. Das komplette Netzwerk ihres Krankenhausverbundes sei von einer Schadsoftware befallen gewesen, teilte die Trägergesellschaft Süd-West mit.

Ein Hackerangriff hat die Systeme in Krankenhäusern und Einrichtungen des DRK in Rheinland-Pfalz und im Saarland lahmgelegt. Der Angriff sei am Sonntagmorgen bemerkt worden. Das komplette Netzwerk des Verbundes sei von einer Schadsoftware befallen gewesen, die Server und Datenbanken kryptisch verschlüsselt. Diese Verschlüsselung wurde am Sonntagnachmittag gestoppt, wie die Trägergesellschaft mitteilte. Unter ihrem Dach sind elf Krankenhäuser und vier Altenpflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland organisiert. Die Verfügbarkeit von Daten sei eingeschränkt, die Versorgung der Patienten aber gewährleistet. 

Die Landeszentralstelle Cybercrime ermittelt

Die Server seien aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen worden und würden auf einen Befall überprüft. Die Aufnahme der Patienten oder Befunde von Laboruntersuchungen würden in der Zeit mit Bleistift, Kugelschreiber und Papier vorgenommen, sagte der Geschäftsführer der Trägergesellschaft, Bernd Decker. "So wie das früher mal war." Medizinische Geräte seien aber nicht betroffen. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass unbefugt Einsicht in vertrauliche Daten genommen wurde.


Das Landeskriminalamt sei eingeschaltet, teilte die Trägergesellschaft zudem mit. Eine Sprecherin des LKA bestätigte eine Anzeige. Es ermittelt die Landeszentralstelle Cybercrime bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz, wie ein Sprecher der Behörde mitteilte.

Von einer Geldforderung im aktuellen Fall sei nichts bekannt, sagte Decker. Es sei aber eine verschlüsselte Textdatei gefunden worden. "Die wollten wir nicht öffnen", sagte er. Sie sei den Behörden übergeben worden. Generalstaatsanwaltschaft und LKA machten zum Inhalt der Datei und zur Frage, ob Geld gefordert wurde, mit Hinweis auf laufende Ermittlungen keine Angaben.

Die DRK Trägergesellschaft war am Mittwoch dabei, ihre Systeme wieder hochzufahren. Am Dienstag sei eine Klinik in Neuwied testweise wieder ans Netz gegangen. Da bisher keine neuen Probleme aufgetaucht seien, gehe man derzeit davon aus, dass das System dort "clean" sei, sagte Decker. Weitere Häuser sollen am Donnerstag folgen. Für das IT-Team bedeutet das Arbeit unter Hochdruck. "Ich arbeite jeden Tag 15 bis 16 Stunden", sagte deren Leiter, Hans-Peter Blug.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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