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Mediziner mit Seenotrettungsorganisation im Mittelmeer

Wie Carola Rackete  

Mainzer Mediziner will Flüchtlinge im Mittelmeer retten

19.07.2019, 14:34 Uhr | dpa

Mediziner mit Seenotrettungsorganisation im Mittelmeer. Der Mainzer Mediziner Gerhard Trabert

Der Mainzer Mediziner Gerhard Trabert. Foto: Peter Zschunke/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Mainzer Arzt Gerhard Trabert will mit der deutschen Seenotrettungsorganisation "ResQship" von kommender Woche an im Mittelmeer Bootsflüchtlinge retten.

Ab der kommenden Woche ist der Arzt Gerhard Trabert aus Mainz mit der Organisation "ResQship" im Mittelmeer unterwegs und will dort per Schiff Ausschau nach Bootsflüchtlingen in Seenot halten. 

Ziel der Aktion sei es, in Not geratene Menschen vor allem mit Rettungswesten und -inseln zu helfen, sagte der Sozialmediziner vom Verein Armut und Gesundheit am Freitag in Mainz.

Das Schiff sei bereits seit April im Mittelmeer unterwegs, die sechs- bis neunköpfige Besatzung wechsle etwa alle zwei Wochen. Obwohl es relativ klein ist, sei es für Notfälle medizinisch ausgerüstet, so Trabert. Frauen und Kinder in einem sehr schlechten Gesundheitszustand könnten daher zur Behandlung an Bord geholt werden. 

Europäisches Rettungskonzept für Bootsflüchtlinge

Trabert sprach sich außerdem dafür aus, bei der Seenotrettung nicht mit der libyschen Küstenwache zusammenzuarbeiten und gerettete Flüchtlinge nicht in die libysche Bürgerkriegsregion zurückzubringen.

Die Situation der Menschen in den dortigen Flüchtlingslagern müsse stattdessen von UN-Hilfsorganisationen beaufsichtigt werden. Zudem forderte der Arzt ein europäisches Rettungskonzept für Bootsflüchtlinge. Trabert begrüßte die Idee von Außenminister Heiko Maas (SPD), der ein "Bündnis der Hilfsbereiten" für einen verbindlichen Verteilmechanismus innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten schmieden will.


Zuletzt hatte es heftige Diskussionen um die deutsche Hilfsorganisation "Sea-Watch" gegeben, die im Mittelmeer gerettete Bootsflüchtlinge nach Italien gebracht hatte. Die Kapitänin der "Sea-Watch", Carola Rackete, habe aber absolut richtig gehandelt, erklärte Trabert. Ein Schiff mit so vielen Geflüchteten sei eine hoch brisante Situation. Trabert war 2015 mit der "Sea-Watch 1" und 2016 mit der "Sea-Watch 2" im Mittelmeer unterwegs.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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