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Politischer Streit über Baumpflanzungen

Mainz  

Politischer Streit über Baumpflanzungen

16.08.2019, 18:37 Uhr | dpa

Politischer Streit über Baumpflanzungen. Ein Wald

Ein kranker Baum steht in einem Wald. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild (Quelle: dpa)

Über die Massenpflanzung von Bäumen wegen der Trockenheitsschäden im Wald ist in Rheinland-Pfalz ein politischer Streit entbrannt. Die grüne Forstministerin Ulrike Höfken kritisierte am Freitag in Mainz die CDU für deren Forderung vom Vortag, "vier Millionen Bäumen für vier Millionen Rheinland-Pfälzer" zu pflanzen. Die CDU müsse zur Sachdiskussion zurückkehren.

"Es nutzt leider nichts, Bäume zu pflanzen, wenn sie an Trockenheit eingehen und wenn nicht alles daran gesetzt wird, die Treibhausgase zu reduzieren. Aber die Ursachen des Problems übergeht die CDU, nicht nur durch das große Rollback beim Klimaschutz auf der Bundesebene", monierte Höfken. Im Herbst 2018 sei es für Baumpflanzungen zu trocken gewesen, sie seien eingegangen. Ohnehin würden aber im gesamten rheinland-pfälzischen Wald jedes Jahr drei bis vier Millionen Bäume gepflanzt - neben der natürlichen Ansamung aus dem Altbaumbestand.

Höfken wies auch den Vorwurf von CDU-Landeschefin und Bundesagrarministerin Julia Klöckner zurück, die rot-gelb-grüne Landesregierung habe Bundesgeld für Wälder verfallen lassen. Ohnehin gebe Klöckner angesichts der Klimakrise nur 45 Cent pro Hektar zusätzlich zur Unterstützung von Waldbesitzern. Das Land habe dagegen seine Fördermittel längst deutlich erhöht.

Eine Ministeriumssprecherin von Klöckner wies diese Kritik am Freitag in Berlin zurück. Bei bundesweit angenommenen rund 200 000 Hektar zu verjüngenden Wäldern flössen in den kommenden vier Jahren fast 5600 Euro Bundesmittel pro Hektar im Kampf gegen akute Waldschäden. Damit sollten geschädigte Wälder klimastabil wiederbegrünt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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