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Schwachpunkt Cyber-Attacke auf Kliniken: "altes Dienstkonto"

Mainz  

Schwachpunkt Cyber-Attacke auf Kliniken: "altes Dienstkonto"

22.08.2019, 10:27 Uhr | dpa

Schwachpunkt Cyber-Attacke auf Kliniken: "altes Dienstkonto". Ein Laptop mit Binärcode und beleuchteter Tastatur

Auf dem Bildschirm eines Laptops ist ein Binärcode zu sehen. Foto: Oliver Berg/Achiv (Quelle: dpa)

Ein vor zehn Jahren angelegtes "altes Dienstkonto" war nach Behördenangaben die entscheidende Schwachstelle des Cyber-Angriffs auf elf Kliniken in Rheinland-Pfalz. Dieses Dienstkonto sei zwei Tage nach dem Angriff vom 14. Juli identifiziert und deaktiviert worden, teilte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag in einer Fragestunde des Landtags in Mainz mit.

Bei dem Angriff wurden Server und Datenbanken der Kliniken verschlüsselt, so dass kein Zugang mehr möglich war. Die Attacke sei die bisher bundesweit umfassendste auf die IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen gewesen, sagte die Ministerin. Patientendaten seien nicht abhanden gekommen. Die Versorgung der Patienten sei nicht gefährdet worden.

Auch wenn der Angriff letztlich glimpflich ausgegangen sei, "zeigt er die generelle Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur im Gesundheitswesen auf", sagte die Ministerin. Sie habe deswegen am 14. August einen Runden Tisch IT-Sicherheit einberufen. Dabei sei beschlossen worden, dass eine Projektgruppe bis Ende des Jahres ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen vorlegen werde.

Für die Sicherung der kritischen Infrastruktur seien zusätzliche finanzielle Mittel erforderlich, die aus dem Krankenhausstrukturfonds kommen sollten. Dies bedeute, dass sich Krankenkassen und das Land die Kosten teilten, erklärte Bätzing-Lichtenthäler.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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