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Mainz: 70 Professorinnen kritisieren geplante Frauenquote

Kritik an Hochschulgesetz  

Professorinnen der Uni Mainz gegen Frauenquote

05.09.2019, 18:11 Uhr | dpa

Mainz: 70 Professorinnen kritisieren geplante Frauenquote. Die Büste von Johannes Gutenberg vor der Uni Mainz: Professorinnen kritisieren das neue Hochschulgesetz. (Quelle: imago images/Michael Schick/Archivbild)

Die Büste von Johannes Gutenberg vor der Uni Mainz: Professorinnen kritisieren das neue Hochschulgesetz. (Quelle: Michael Schick/Archivbild/imago images)

Gremien an den Universitäten in Rheinland-Pfalz sollen künftig zu gleichen Anteilen mit Frauen und Männern besetzt werden. Doch von diesen Plänen halten ausgerechnet Professorinnen der Uni Mainz gar nichts.

71 Professorinnen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben in einem Brief an Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) das neue Hochschulgesetz kritisiert. Das Wissenschaftsministerium bestätigte am Donnerstag auf Anfrage den Eingang des Schreibens. Die Wissenschaftlerinnen befürchten, dass mit den geplanten Gesetzesänderungen Frauen benachteiligt würden. Zuvor hatte der "SWR" darüber berichtet.

Den Professorinnen geht es um den Plan, Gremien wie Hochschulräte zu gleichen Anteilen mit Frauen und Männern zu besetzen. Dies sei gerade für Bereiche, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine "unzumutbar starke Beanspruchung."

Weniger Zeit zum Forschen

In der Gruppe der Hochschullehrer etwa müsste dann jede Frau durchschnittlich in dreimal so vielen Gremien tätig sein wie ihre männlichen Kollegen. Ihnen bliebe weniger Zeit zum Forschen. Außerdem kritisierten die Wissenschaftlerinnen, explizit eine Frau zur Gleichstellungsbeauftragten zu ernennen. Die Gleichstellung sei eine "Aufgabe aller Mitglieder der Hochschule".


Wolf hatte das neue Gesetz Ende Juni dieses Jahres vorgestellt. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf zwar im Grundsatz gebilligt, derzeit läuft aber noch die Anhörung der Hochschulen und von Verbänden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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