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Mainz: Stadt zeigt zum Tag des offenen Denkmals moderne Umbrüche

Kino, Rathaus, Mensa und mehr  

Mainz zeigt moderne Umbrüche am Tag des offenen Denkmals

06.09.2019, 16:01 Uhr | dpa

Mainz: Stadt zeigt zum Tag des offenen Denkmals moderne Umbrüche. Das Kunstwerk "Lebenskraft" steht vor dem Rathaus in Mainz: Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag können Interessierte über das Haus mehr erfahren. (Quelle: dpa/Andreas Arnold/Archiv)

Das Kunstwerk "Lebenskraft" steht vor dem Rathaus in Mainz: Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag können Interessierte über das Haus mehr erfahren. (Quelle: Andreas Arnold/Archiv/dpa)

Mehr als 100 Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz öffnen ihre Türen am Tag des offenen Denkmals und mehr als 100.000 Besucher werden erwartet. Auch Mainz zeigt moderne Architektur.

Weltkriege, politische Umstürze und gesellschaftliche Veränderungen des 20. Jahrhunderts spiegeln sich in Kunst und Architektur. Zum Blick auf die damit verbundenen Brüche lädt an diesem Sonntag der Tag des offenen Denkmals ein. "Es gibt kaum eine Epoche, in der so viele unterschiedliche Stile nebeneinander existierten und sich gegenseitig beeinflussten", erklärt der rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf (SPD).

Einen engen Bezug zum Motto "Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur" haben mehr als 100 der insgesamt 420 Kulturdenkmäler, die in Rheinland-Pfalz am Sonntag zum Besuch einladen. Ihre Stile reichen vom Klassizismus oder Historismus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert über das Bauhaus, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, Bauten der NS-Zeit, funktionale Nachkriegsbauten bis zur Postmoderne.

Bauhaus-Architektur in Mainz

Als Beispiele besonderer Architektur des 20. Jahrhunderts in Rheinland-Pfalz nennt die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) das heutige Roentgen-Museum in Neuwied mit seiner neoklassizistischen Fassade. Zu den frühesten Gebäuden der Bauhaus-Architektur zählt das Wohnhaus des Architekten Christian Musel in der Hechtsheimer Straße 105 in Mainz.

Eine Spurensuche zur Architektur der NS-Zeit ermöglicht neben den KZ-Gedenkstätten Osthofen und der ehemaligen Kaserne Turenne in Branchweiler, einem Stadtviertel in Neustadt an der Weinstraße, auch die 1933/34 erbaute Brunnenhalle und Traubenkuranstalt in Bad-Dürkheim. Erst seit zwei Jahren ist das Gloria-Kino in Landau aus dem Jahr 1953 als Kulturdenkmal ausgewiesen. Das 1973 eröffnete Mainzer Rathaus mit der Gestaltung des dänischen Architekten Arne Jacobsen wird als "Inkunabel der Moderne" präsentiert. Zu den jüngsten Denkmälern zählt die Anfang der 1980er Jahre errichtete Zentralmensa der Universität Mainz.

100.000 Besucher erwartet

An zahlreichen Orten sind Führungen von Mitarbeitern der Landesdenkmalpflege geplant. Der Tag biete damit auch eine "Plattform, auf der alle Facetten unseres einzigartigen kulturellen Erbes aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden", sagte der GDKE-Generaldirektor Thomas Metz.


Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit seit 1993 an jedem zweiten Sonntag im September statt. Den Auftakt in Rheinland-Pfalz setzt bereits am Samstag die 1973 eröffnete Stadthalle Lahnstein mit ihrer von Otto Herbert Hajek geschaffenen bunten Ornamentfassade. Insgesamt rechnen die Veranstalter landesweit wie schon in den Vorjahren mit rund 100.000 Besuchern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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