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Naturschützer wollen Neubau von Straßen stoppen

Mainz  

Naturschützer wollen Neubau von Straßen stoppen

12.09.2019, 18:35 Uhr | dpa

Naturschützer wollen Neubau von Straßen stoppen. Straßenbau

Ein Bauarbeiter setzt Pflastersteine. Foto: Christoph Soeder/Archivbild (Quelle: dpa)

Die drei großen Naturschutzverbände in Rheinland-Pfalz haben in einer gemeinsamen Erklärung ein Moratorium für den Neubau und Ausbau von Straßen gefordert. Die Landesverbände des BUND und des Nabu sowie die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz sprachen sich am Donnerstag in Mainz für einen Neuanfang in der Verkehrspolitik aus. Ausnahmen von einem Moratorium sollte es nur für den Ersatzbau maroder Brücken und Instandsetzungsmaßnahmen sowie bereits begonnene Maßnahmen geben.

Der Hochmoselübergang, der Lückenschluss der Autobahn 1 in der Eifel, sowie der sechsspurige Ausbau der Autobahn 643 durch das Naturschutzgebiet Mainzer Sand seien auf einen Zuwachs des Straßenverkehrs ausgelegt, erklärten die drei Verbände. "Anstatt jährlich Milliarden in den Neu- und Ausbau von Straßen zu stecken, müssten alternative Verkehrskonzepte entwickelt und finanziert werden, die zur Reduktion des Straßenverkehrs beitragen", heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Nicht mehr notwendig sei dann insbesondere ein weiterer Ausbau der A 643 durch das Naturschutzgebiet Mainzer Sand und den Lennebergwald.

Für dieses Projekt hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im August die Planungsunterlagen vorgelegt. Nach Einsicht in die Pläne können Bürger bis zum 11. Oktober Einwendungen gegen den Ausbau des 2,2 Kilometer langen Abschnitts von der Schiersteiner Brücke zum Mainzer Autobahnring erheben. In den Unterlagen heißt es zur grundsätzlichen Bewertung des von der Autobahn geteilten Naturschutzgebiets, der Mainzer Sand habe "einen extrem hohen Anteil an Biotopen von hoher bis sehr hoher Bedeutung". Das Dünengebiet nehme aufgrund seiner geologischen Entstehung "eine Sonderstellung für den gesamten westdeutschen Raum" ein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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