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Ampel-Fraktionen wollen Hebammen und Geburtshilfe stärken

Mainz  

Ampel-Fraktionen wollen Hebammen und Geburtshilfe stärken

16.09.2019, 13:48 Uhr | dpa

Ampel-Fraktionen wollen Hebammen und Geburtshilfe stärken. Schwangerschaft

Eine schwangere Frau steht vor einem roten Hintergrund. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv (Quelle: dpa)

Die Ampel-Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag wollen die Geburtshilfe und die Situation der Hebammen stärken. Das grundsätzlich gute System der Geburtshilfe hierzulande gerate zusehends in Schieflage, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Katharina Binz, am Montag in Mainz. Es schlössen Kreißsäle und es mangele an Fachkräften. Das Ziel, dass jede Frau binnen 40 Autominuten eine Geburtsstation erreichen kann, werde bei künftig noch weniger Kreißsälen nicht mehr erfüllt.

Denkbar seien etwa mehr Hebammenzentralen, wie sie es derzeit in Trier und Daun gibt. Hierzu sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Weber: "Das ist als Signal in den ländlichen Raum sehr wichtig." Gerade bei älteren Eltern sei eine Betreuung der Schwangeren sehr wichtig.

Der gemeinsame Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP, der am Donnerstag in den Landtag kommt, bringt auch Hebammenkreißsäle ins Spiel. Diese sollten nahe oder in einem Krankenhaus sein, aber statt von Ärzten von Hebammen geleitet werden. Das solle ein für Hebammen attraktives Arbeitsumfeld schaffen, sagte Binz - und gleichzeitig bei Notfällen schnelle ärztliche Hilfe ermöglichen. Der Antrag schlägt eine Prüfung vor, ob neben der inneren Medizin und der Chirurgie auch die Geburtshilfe zu einer notwendigen Abteilung eines Krankenhauses oder Klinikverbundes für die Krankenhausförderung werden soll. Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Martin Haller, sagte, Hebammenkreißsäle könnten eine Alternative zur ärztlich geleiteten Geburt oder Hausgeburt sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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