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Hebammenkreißsäle sollen Geburtshilfe stärken

Mainz  

Hebammenkreißsäle sollen Geburtshilfe stärken

19.09.2019, 17:03 Uhr | dpa

Hebammenkreißsäle sollen Geburtshilfe stärken. Säugling

Ein Säugling liegt in einem Bett. Foto: Arno Burgi/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Ampel-Fraktionen wollen die Geburtshilfe in Rheinland-Pfalz unter anderem mit von Hebammen geleiteten Kreißsälen verbessern. Diese sollen in der Sicherheit von Kliniken angesiedelt werden, sagten Rednerinnen der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen am Donnerstag im Landtag in Mainz. Über diese Hebammenkreißsäle werde an dem 2016 mit Hebammen und Gynäkologen eingerichteten Runden Tisch "Geburtshilfe Rheinland-Pfalz" beraten, kündigte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) an.

Die Hebammenkreißsäle stärkten die Selbstbestimmung der Frauen und führten unter anderem zu einem Rückgang der Kaiserschnitte sowie längeren Stillzeiten, lobte der Landesverband der Hebammen in einer Mitteilung. "Ein Ersatz für Hausgeburten ist der Hebammenkreißsaal jedoch nicht."

Die Ministerin kündigte einen Bundesratsantrag zur Stärkung der Geburtshilfe an. Die Bundesregierung solle darin aufgefordert werden, zeitnah die Arbeitsbedingungen und die Personalausstattung mit einem Gesetz zu verbessern.

Christoph Gensch von der oppositionellen CDU-Fraktion warf der Landesregierung vor, seit Jahren zu wenig Geld in die Krankenhäuser zu investieren und damit dazu beigetragen haben, dass in den vergangenen Jahren 17 Geburtsstationen im Bundesland schießen mussten.

Die im neuen Krankenhausplan vorgesehenen 30 geburtshilflichen Abteilungen sähen eine gut erreichbare und qualifizierte hochwertige Versorgung vor, sagte die Ministerin. Die Geburtshilfe in Deutschland sei jedoch im Umbruch, und die Landesregierung fördere daher etwa Model-Hebammenzentralen in Daun und Trier mit jährlich rund 25 000 Euro.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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