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Mainz: 162.000 Wahlberechtigte entscheiden am Sonntag über nächsten Oberbürgermeister

Fünf Bewerber treten an  

Mainz entscheidet am Sonntag über nächsten Oberbürgermeister

25.10.2019, 12:24 Uhr | dpa

Mainz: 162.000 Wahlberechtigte entscheiden am Sonntag über nächsten Oberbürgermeister. Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), Nino Haase (parteilos) und Tabea Rößner (Grüne): Auf einem Leserforum diskutierten die Kandidaten über aktuelle Themen der Kommunalpolitik. (Quelle: dpa/Peter Zschunke)

Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), Nino Haase (parteilos) und Tabea Rößner (Grüne): Auf einem Leserforum diskutierten die Kandidaten über aktuelle Themen der Kommunalpolitik. (Quelle: Peter Zschunke/dpa)

Ein ungewöhnlich langer Wahlkampf geht in Mainz nun zu Ende. Am Sonntag sind 162.000 Wahlberechtigte dazu aufgerufen, über den neuen Oberbürgermeister abzustimmen. Der Ausgang ist offen.

Mit großen Erwartungen und einem bis zuletzt offenen Ausgang geht ein ungewöhnlich langer Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters von Mainz zu Ende. Die Grünen-Politikerin Tabea Rößner und der parteilose Nino Haase wollen in das Chefzimmer mit Blick auf den Rhein.

Amtsinhaber Michael Ebling (SPD) möchte dort eine "zweite Halbzeit" lang bleiben. Als Außenseiter gelten zwei weitere Kandidaten, Martin Malcherek von der Linken und Martin Ehrhardt von der Satirepartei Die Partei.

Das Ergebnis soll am Sonntagabend bald nach 20.00 Uhr vorliegen. Wenn niemand auf Anhieb die absolute Mehrheit erreicht, müssen die mehr als 162.000 Wahlberechtigten am 10. November zwischen den beiden Bestplatzierten entscheiden.

Ebling hofft auf Malu Dreyer

Bis zuletzt warben die Kandidaten um die Gunst der Mainzer, etwa auf einer letzten Podiumsdiskussion mit allen fünf Kandidaten, veranstaltet vom SWR am Donnerstagabend. Ebling baut bei seinem letzten großen Wahlkampfauftritt am Freitag auf die Unterstützung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

"In einer Oberbürgermeisterwahl antworten die Bürgerinnen und Bürger auch auf die Frage: Von wem möchte ich mich repräsentiert sehen?", sagt Ebling im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Deswegen ist die Wahlentscheidung auch ein Stück weit von der Parteipräferenz entkoppelt." Der Oberbürgermeister sei immer auch erster Bürger der Stadt. "Er bietet die Möglichkeit zur Identifikation mit der Stadt."

CDU unterstützt parteilosen Nino Haase

Auf den Plakaten des Amtsinhabers sieht man auch nicht die drei Buchstaben der SPD, sondern nur die Initialen Eblings, in Kleinbuchstaben: "me". Auch die CDU kommt nicht auf den Plakaten vor. Sie unterstützt aber den parteilosen Chemiker Nino Haase. Ein Mitgliederparteitag im Februar nominierte ihn mit rund 93 Prozent der Stimmen. Haase war Sprecher der Bürgerinitiative Gutenberg-Museum, die sich gegen den Bibelturm als Neubau für das Museum stark gemacht hatte. Die frühe Nominierung Haases sorgte dafür, dass der Wahlkampf mit gut acht Monaten besonders lang war.

Ihre grünen Parteifarben zeigt die Bundestagsabgeordnete Rößner. "Es ist Zeit, dass nach 70 Jahren SPD an der Stadtspitze endlich frischer Wind durchs Rathaus weht", sagte sie bei der Bekanntgabe ihrer Kandidatur im Juni.

Die Kandidaten zur Mainzer OB-Wahl: Tabea Rößner, Michael Ebling, Martin Malcherek, Nino Haase und Martin Ehrhardt. (Quelle: Oryk Haist, Photothek/imago; Die Linke, Nino Haase, Die Partei; Grafik: t-online.de)Die Kandidaten zur Mainzer OB-Wahl: Tabea Rößner, Michael Ebling, Martin Malcherek, Nino Haase und Martin Ehrhardt. (Quelle: Oryk Haist, Photothek/imago; Die Linke, Nino Haase, Die Partei; Grafik: t-online.de)

Was die Mainzer bewegt

Der Wahlkampf sei deutlich intensiver als bei der letzten OB-Wahl im März 2012, heißt es in der SPD. Damals erhielt Ebling im ersten Wahlgang 40,5 Prozent der Stimmen, in der Stichwahl gegen den Grünen-Kandidaten Günter Beck dann 58,2 Prozent. Beck ist jetzt als Bürgermeister im Stadtvorstand für Finanzen und Sport zuständig; zweite Grüne an der Verwaltungsspitze ist die Umweltdezernentin Katrin Eder.

In einem Leserforum der Mediengruppe VRM setzt Ebling auf seine Mainzer Herkunft. Sein Ansporn sei es, "nie den Bezug zu den Menschen und zum Mainzgefühl, das so einzigartig ist, zu verlieren". Haase hält dem Amtsinhaber vor, "wie immer sehr gefällig und sehr nett" zu klingen. Er moniert, dass Mainz in etlichen Fragen wie der Verkehrspolitik "viel zu schläfrig" sei und endlich neue Anstöße von außen brauche.


Rößner setzt auf den Klimaschutz, ist deswegen auch gegen die Erschließung neuer Wohnviertel in Schneisen, die jetzt noch die Stadt mit frischer Luft versorgten. Lieber sollte geprüft werden, wo in Mainz noch in die Höhe gebaut werden könne. Dem in dieser Frage skeptischen Ebling sagt sie: "Michael, ich kann dir versichern, Mainz wird nicht zu Mainzhattan."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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