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Kein Sieger bei OB-Wahl: Ebling in Stichwahl mit Haase

Mainz  

Kein Sieger bei OB-Wahl: Ebling in Stichwahl mit Haase

27.10.2019, 03:07 Uhr | dpa

Kein Sieger bei OB-Wahl: Ebling in Stichwahl mit Haase. Wahlen

Eine Wählerin gibt ihre Stimme ab. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mainzer Oberbürgermeister in den nächsten acht Jahren wird entweder Amtsinhaber Michael Ebling (SPD) oder der von der CDU unterstützte parteilose Herausforderer Nino Haase. Beide Kandidaten qualifizierten sich bei der Wahl am Sonntag für die Stichwahl am 10. November.

Keiner der fünf Bewerber in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt schaffte es in der ersten Runde, die erforderliche absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen zu erreichen. Die grüne Kandidatin Tabea Rößner kam nur auf Platz drei und zeigte sich am Wahlabend sichtlich enttäuscht. Sie ist nun aus dem Rennen, ebenso wie die zwei anderen Bewerber.

Ebling erhielt nach dem vorläufigen Endergebnis 41,0 Prozent der Stimmen. Der 35-jährige Haase kam auf 32,4 Prozent. Rößner blieb mit 22,5 Prozent der Stimmen chancenlos. Für Martin Malcherek von der Linken entschieden sich 2,8 Prozent, Martin Ehrhardt von der Satirepartei Die Partei erhielt 1,4 Prozent.

Der SPD-Politiker Ebling sagte am Wahlabend, er werde in den nächsten zwei Wochen alles tun und "den letzten Mainzer und die letzte Mainzerin davon überzeugen, dass es gut ist, wenn es dann am 10.11. so ausschaut, dass ich meine zweite Halbzeit antreten kann". Als wichtigste Themen nannte er dabei den Ausbau des ÖPNV, eine engagierte Klimapolitik und den sozialen Zusammenhalt in der Stadt.

Der 35-jährige Haase, der als eine Art Quereinsteiger in die Politik gekommen war, zeigte sich sehr zufrieden. "Das ist ein richtig gutes Ergebnis", sagte er schon kurz vor Ende der Auszählung. Er sei zuversichtlich, den Abstand zu Amtsinhaber Ebling auch noch einholen zu können. "Deswegen heißt es jetzt, zwei Wochen Gas geben, die Leute mobilisieren bis zur Stichwahl."

Haase war neben der CDU auch von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und den Freien Wählern unterstützt worden. Er hatte sich in Mainz als Sprecher der Bürgerinitiative Gutenberg-Museum, die sich gegen den Bibelturm als Neubau für das Museum eingesetzt hatte, einen Namen gemacht. Der ehemalige Rugby-Spieler ist im hessischen Obertshausen aufgewachsen und hat vor rund zehn Jahren in der TV-Show "Schlag den Raab" drei Millionen Euro gewonnen.

Wahlberechtigt waren diesmal rund 162 000 Mainzer, die Beteiligung lag mit 45,8 Prozent etwas höher als bei der vorherigen OB-Wahl 2012 mit 42,8 Prozent.

Ebling war damals ins Amt gekommen, es hatte ebenfalls zwei Wahlgänge gegeben. In der Stichwahl siegte der SPD-Politiker mit 58,2 Prozent gegen den Grünen-Kandidaten Günter Beck.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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