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Mainz: Stadt will Weihnachtsmarkt mit Barrieren besser vor Terror schützen

"Wir wollen keine Angst schüren"  

Mainzer Weihnachtsmarkt soll besser vor Terror geschützt werden

13.11.2019, 15:27 Uhr | dpa

Mainz: Stadt will Weihnachtsmarkt mit Barrieren besser vor Terror schützen. Blick auf den Mainzer Weihnachtsmarkt: In diesem Jahr soll er zusätzlich geschützt werden. (Quelle: dpa/Fredrik von Erichsen/Archiv)

Blick auf den Mainzer Weihnachtsmarkt: In diesem Jahr soll er zusätzlich geschützt werden. (Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv/dpa)

Die Stadt Mainz wird zusätzliche Barrieren vor dem Weihnachtsmarkt aufstellen, um Anschläge mit Fahrzeugen zu verhindern. Auch ändere Märkte sollen künftig besser geschützt werden.

Der Mainzer Weihnachtsmarkt soll besser gegen Terroranschläge mit Fahrzeugen geschützt werden. Ende November baut die Stadt am zentralen Höfchen drei Barrieren auf, wie der Gutachter Christian Schneider am Mittwoch in Mainz sagte. Es handele sich um Kuppeln mit Pollern, die verhindern sollen, dass etwa ein Lkw mit hoher Geschwindigkeit überfallartig auf den Platz beim Dom fahren kann. Schneider ist aktiv im Fachbüro "Initiative Breitscheidplatz", die sich mit der Abwehr von Fahrzeug-Angriffen befasst.

"Angreifer sollen ausgesperrt, Besucher des Weihnachtsmarktes aber nicht eingesperrt werden." Die knapp 27.000 Euro teuren Barrieren seien Teil eines größer angelegten Zufahrtsschutzkonzepts, an dem man "mit Hochdruck" unter der Leitung des Stadtplanungsamtes arbeite. Auch andere Feste und Märkte im Stadtbereich, etwa der Wochenmarkt oder die Johannisnacht, sollen stärker geschützt werden.

Mainzer Lebensgefühl soll nicht gestört werden

"Wir wollen aber keine Angst schüren", sagte Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) bei der Vorstellung der Maßnahme. Klar sei zudem, dass eine hundertprozentige Sicherheit nicht gewährleistet werden könne. Man dürfe es nicht übertreiben, das "Mainzer Lebensgefühl" wolle man in keinen Fall stören. "Wir sind aber in der Verantwortung, uns in einer unsicheren Zeit mit den Gefahren zu beschäftigen." Es gehe darum, sicher feiern zu können.


Einfach Betonklötze an Eingängen aufzustellen – das sei keine Lösung, sagte Schneider. Wenn jemand mit Vollgas dagegen fahre, könnten Besucher sogar zusätzlich durch herumfliegende Trümmer gefährdet werden. Ein Fahrzeug könne schließlich die Wirkungskraft einer Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg erreichen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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