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Zehntausende Närrinnen und Narren feiern Altweiberfastnacht

Mainz  

Zehntausende Närrinnen und Narren feiern Altweiberfastnacht

20.02.2020, 11:25 Uhr | dpa

Zehntausende Närrinnen und Narren feiern Altweiberfastnacht. Altweiberfastnacht in Mainz

Eine Frau mit Feder-Kopfschmuck feiert ausgelassen Altweiberfastnacht. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Ob als Krümelmonster oder im knallbunten Hippiekostüm: Die Närrinnen haben die Altweiberfastnacht in Mainz am Donnerstag gefeiert. Am Fastnachtsbrunnen in der Innenstadt jubelten sie beim offiziellen Startschuss um 11.11 Uhr im Konfettiregen los. Viele waren in Gruppenkostümen unterwegs wie Kerstin, Susanne, Klemi und Poonan, die als Krümelmonster feierten. Warum? "Das Kostüm gibt es in jeder Größe", sagte Kerstin lachend. Bis zum Nachmittag verlief der Altweibertag in Mainz laut Polizei weitgehend friedlich. Die Beamten rechneten mit insgesamt etwa 20 000 Feierenden bis zum Abend allein rund um den Fastnachtsbrunnen in Mainz.

Auch in vielen anderen Orten von Rheinland-Pfalz herrschte am Donnerstag buntes Treiben - zum Beispiel in Bad Kreuznach. Dort wurde wie auch in den Vorjahren im Zentrum der Stadt zum Feiern ein Bereich abgesperrt, der sogenannte Narrenkäfig. Laut Polizei kamen dort rund 13 000 Besucher zusammen, die zumeist friedlich feierten. "Größere Zwischenfälle hatten wir noch keine", sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag.

In Wittlich übernahmen traditionell die Möhnen zur Altweiberfastnacht das Ruder in der Stadt. Das Rathaus sei am Vormittag erfolgreich gestürmt worden, sagte ein Stadtsprecher. Der Bürgermeister und die männlichen Stadträte hätten ihre Krawatten eingebüßt.

Gleich mehrere Möhnen-Umzüge starteten in Neuwied in verschiedenen Stadtteilen bei bewölktem Wetter. "Bislang sind keine Zwischenfälle bekannt", sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagnachmittag. Auch im nahen Mülheim-Kärlich zogen die wilden Weiber bunt kostümiert durch die Straßen. Ihr Verband bezeichnet sich sogar als "größten Möhnenverein Deutschlands".

Überschattet wurde der Altweibertag von der Gewalttat im hessischen Hanau in der Nacht auf Donnerstag. Dort starben elf Menschen, darunter auch der mutmaßliche Täter, ein 43-jähriger Deutscher. Mehrere weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Noch in der Nacht übernahm der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen Terrorverdachts. Unter den Todesopfern sollen viele Menschen mit Migrationshintergrund sein.

Auf die Straßenfastnacht in beispielsweise Mainz soll die Gewalttat keine Auswirkungen haben. Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) erklärte am Donnerstag, es seien keine Änderungen im Ablauf oder Aktionen wie eine Schweigeminute geplant. Die Polizei kündigte außerdem an, an ihrem bisherigen Sicherheitskonzept festhalten zu wollen.

Zu den Sicherheitsvorkehrungen seitens der Stadt Mainz in den kommenden Tagen gehört unter anderem, dass E-Scooter von Rosenmontag bis einschließlich Dienstagmorgen aus der Innenstadt verbannt werden sollen. Damit sollten Fahrten unter Alkoholeinfluss, Unfälle und eine mögliche Behinderung des Rosenmontagszuges verhindert werden, teilte die Stadt mit.

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