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vlexx: Zugausfälle im Saarland wegen hohen Krankenstandes

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vlexx: Zugausfälle im Saarland wegen hohen Krankenstandes

20.02.2020, 17:11 Uhr | dpa

vlexx: Zugausfälle im Saarland wegen hohen Krankenstandes. Ein Regionalzug der Privatbahn Vlexx

Ein Regionalzug der Privatbahn Vlexx. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach Ankündigung einer schriftlichen Abmahnung wegen Zugausfällen seitens des saarländischen Verkehrsministeriums hat sich das Bahnunternehmen vlexx gegen Kritik verteidigt. "Die Ausfälle am vergangenen Wochenende sind auf einen unerwartet hohen Krankenstand mit 20 Prozent zurückzuführen", erklärte das Unternehmen mit Sitz in Mainz am Donnerstag und sprach von einer Ausnahmesituation. Die Krankenquote gehe inzwischen zurück. Trotzdem könne es noch zu einzelnen Ausfällen kommen. Andere Einschränkungen hätten mit dem Sturmtief "Sabine" zusammengehangen.

Das Verkehrsministerium hatte erklärt, die Zugausfälle schadeten dem Ansehen des Öffentlichen Nahverkehrs im Saarland. vlexx müsse ab sofort in Quartalsberichten durch einen Wirtschaftsprüfer seine personelle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Außerdem hatte das Ministerium eine schriftliche Abmahnung angekündigt. Das Bahnunternehmen erklärte hierzu: "Wir bedauern, dass das Land sich zu diesem Schritt gezwungen gesehen hat. Unser Ziel ist es, dauerhaft und verlässlich die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen."

Die Fraktion Die Linke im saarländischen Landtag forderte vom Land, die Verträge mit vlexx zu kündigen. Eine Abmahnung sei nicht ausreichend. "Auch eine bessere Information der Fahrgäste ändert nichts am Grundproblem: Die Züge fahren weder regelmäßig noch pünktlich."

Das Unternehmen vlexx bedient Strecken in den Regionen Rheinhessen, Nahe, Westpfalz, dem Saarland und in der Metropolregion Rhein-Main. Zugausfälle in der Vergangenheit begründete das Mainzer Unternehmen mit fehlendem Personal. Dem werde entgegen gewirkt - 20 Teilnehmer würden aktuell zu Triebfahrzeugführern ausgebildet. Die mehrmonatige Qualifizierung werde voraussichtlich im Oktober beendet. Weitere Kurse für künftige Lokführer seien in diesem Jahr noch geplant.

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