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Rheinland-Pfalz plant "Woche der Medienkompetenz"

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Rheinland-Pfalz plant "Woche der Medienkompetenz"

09.03.2020, 12:18 Uhr | dpa

Rheinland-Pfalz plant "Woche der Medienkompetenz". Stefanie Hubig (SPD)

Stefanie Hubig (SPD), Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Technik verstehen, Anwendung beherrschen und Demokratie leben - dieser Dreiklang soll eine "Woche der Medienkompetenz" durchdringen, die im Juni zum ersten Mal in Rheinland-Pfalz stattfinden soll. Bildungsministerium, Pädagogisches Landesinstitut und Landesmedienanstalt stellten am Montag in Mainz das Konzept dafür vor und starteten eine Webseite, auf der Veranstaltungen und Aktionen dazu eingetragen werden können.

"Die Digitalisierung ist da und es gilt jetzt, dass wir möglichst professionell damit umgehen", sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) zum Auftakt im Otto-Schott-Gymnasium in Mainz-Gonsenheim. Digitale Bildung habe viel mit Demokratiebildung zu tun: "Wenn Menschen und Bots Mehrheiten suggerieren, müssen wir Demokraten gucken: Ist das wirklich die Mehrheit?" Rheinland-Pfalz habe bereits 2007 mit dem Programm "Medienkompetenz macht Schule", damit begonnen, Schulen in der Digitalisierung voranzubringen. Zuletzt seien die Mittel für die digitale Bildung verdreifacht worden "und wir wollen dafür kämpfen, dass es noch mehr Geld gibt".

Es gehe bei der "Woche der Medienkompetenz" vom 22. bis 28. Juni nicht darum ein Feuerwerk zu starten, sondern einen Prozess einzuleiten und in die Fläche zu tragen, sagte die Direktorin des Pädagogischen Landesinstituts, Birgit Pikowsky. Die Projektwoche beschränke sich nicht auf Schulen, sagte der Direktor der Landesmedienanstalt, Marc Jan Eumann. Es gehe um "Medienkompetenz für Jung und Alt und Medienkompetenz im ganzen Land". Zu den Aktionen der Woche sollen etwa digitale Seniorenstammtische, Elterntreffs oder Produktionen in Bürgermedien gehören.

Der Direktor des Otto-Schott-Gymnasiums, Frank Fritzinger, stellte am Montag Projektarbeiten an seiner Schule vor, etwa zum Thema Verschlüsselung in einem Leistungskurs Informatik oder ein gemeinsames Projekt mit der Medienanstalt Rheinland-Pfalz zur Meinungsmache im Netz. Er nutzte die Gelegenheit um an die politisch Verantwortlichen zu appellieren: "Vergesst bei der Medienerziehung die Lehrkräfte nicht!" Wenn Lehrerinnen und Lehrer unsicher seien oder digitale Medien eigentlich ablehnten, sei kein sinnvoller Unterricht möglich."

Fortbildung sei eine Daueraufgabe, sagte Hubig. Und Medien seien immer nur Mittel zum Zweck. Im Mittelpunkt der Grundschule stünden weiter die Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Rechnen. In der Kultusministerkonferenz werde es daher auch um die Weiterentwicklung von Bildungsstandards in der Primarstufe und Sekundarstufe I gehen.

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